Kann man Demenz tanzen?

Kann man Demenz tanzen?

DEutschlans Tänzerin des Jahres zu Gast. Und dazu: Khan, Orlin, Preljocaj, Jalet, Cherkaoui, Gauthier

ie Luxemburger Planer haben einmal mehr einen guten Riecher bewiesen: Kaum waren die Choreographin Helena Waldmann und die Tänzerin Brit Rodemund mit ihrer Produktion "Revolver besorgen" engagiert, wurde Rodermund als Deutschlands "Tänzerin des Jahres 2011" ausgezeichnet. Für eben dieses Solo-Projekt, das den gewagten Versuch unternimmt, die Themen Demenz und Vergessen tänzerisch umzusetzen. Und zwar, ohne dabei in Verzweiflung und Ausweglosigkeit zu landen. Zu sehen am 3. Februar.
Weitere Tanztheater-Produktionen von Januar bis April:
Akram Khan & Nithin Sawhney. Zwar muss Akram Khans Solo-Programm aufgrund einer Verletzung abgesagt werden, aber der Abend "Confluence" mit fünf Tänzern und sechs Musikern findet am 20. und 21. Januar statt.
Cités Danse Variations 2012. Zwei große Choreographen wie Robyn Orlin und Angelin Preljocaj, dazu eine Gruppe junger Hip-Hop-Tänzer: Das Zusammentreffen zweier Welten findet am 17. und 18. Februar statt.
Damien Jalet: Three Spells. Tryptichon des belgischen Choreographen und Tänzers, das bei Tokio Arts Festival Premiere feierte, mit Musik von Christian Fennesz. 20., 21. März.
Sidi Larbi Cherkaoui: Tezuka. Das neueste Tanzstück des Luxemburger Publikumslieblings, frisch aus London, wo es in Sadler\'s Wells Premiere feierte. 23. und 24. März.
Gauthier Dance: Lucky Seven. Noch ein Stammgast des Grand Théâtre: Der Stuttgarter Kompanie-Chef Eric Gau thier mit seiner aktuellen Produktion aus sieben kleinen Stücken. Zwei Choregraphien steuert er selbst bei, die anderen kommen von Größen der Zunft wie Hans van Manen, Jiri Kylian oder Mauro Bigonzetti - Letzterer ebenso wie Gauthier mit einer Uraufführung. Zu sehen am 30. März.
Ein Luxemburger Eigengewächs steht im April auf dem Programm: Sylvia Camarda zeigt ihr Solo-Programm "The warrior of beauty", mit dem keine geringere Frage als jene beantwortet werden soll, was denn eine Frau im 21. Jahrhundert ausmacht. Am 19. und 28. April. DiL

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