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Luxemburg: Keine Maskenpflicht mehr in Bussen und Bahnen

Pandemie : Keine Maskenpflicht mehr in Bussen und Bahnen in Luxemburg

Das luxemburgische Parlament hat einstimmig die Maskenpflicht im Nahverkehr abgeschafft. Die Corona-Lage im Nachbarland wird – trotz wieder steigender Zahlen – als entspannt betrachtet. Auch in Rheinland-Pfalz steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder deutlich an.

Die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen in Luxemburg ist aufgehoben. Das Parlament des Nachbarlandes stimmte am Donnerstag einstimmig dafür. Damit muss, anders als in Deutschland, im Öffentlichen Nahverkehr kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden. Vulnerablen Personen wird das aber weiterhin empfohlen.

Pendler, die mit dem Bus oder dem Zug zur Arbeit fahren, können also ab der Grenze, falls sie wollen, ihre Maske ausziehen. Jeder, der freiwillig Maske tragen wolle, könne das auch weiterhin, sagte der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Mars Di Bartolomeo.

Die luxemburgische Fluggesellschaft Luxair hat die Maskenpflicht in den Flugzeugen bereits vor vier Wochen abgeschafft.

Die luxemburgische Gesundheitsministerin Paulette Lenert sprach wie schon zwei Wochen zuvor im Gesundheitsausschuss des Parlaments von einer entspannten Corona-Lage. Sie hatte im Ausschuss angekündigt, auch die einzig noch bestehenden Corona-Maßnahmen etwa in den Haftanstalten und in den Pflegeheimen auf den Prüfstand zu stellen.

Zahl der Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz steigt wieder an

Allerdings steigen – wie auch hierzulande – die Corona-Zahlen wieder. In der vergangenen Woche wurden 1934 Neuinfektionen im Nachbarland registriert. Das entspricht einem Plus von 65 Prozent. Die Inzidenz stieg von 182 auf 300. Am Mittwoch wurden insgesamt sieben Covid-Patienten in Luxemburger Krankenhäusern behandelt, einer davon auf der Intensivstation.

Auch in Rheinland-Pfalz steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder deutlich an. Das Landesuntersuchungsamt meldete am Donnerstag fast 5000 neue Fälle, die Inzidenz liegt nun bei 325 nach 251 vor einer Woche. In der Region wurden am Donnerstag insgesamt 478 neue Fälle gemeldet, vier Covid-Patienten werden auf Intensivstationen im Eifelkreis Bitburg-Prüm, in der Vulkaneifel und in Trier behandelt. Insgesamt steigt die Zahl der Patienten, die mit und wegen Corona in den Krankenhäusern im Land behandelt werden müssen, wieder leicht an. Seit vergangener Woche ist sie um neun Prozent gestiegen. Am Donnerstag lagen laut Belegungsmonitor der Deutschen Krankenhausgesellschaft 266 Patienten mit einem positiven Corona-Befund in Kliniken.

Der Expertenrat der Bundesregierung hatte am Mittwoch Empfehlungen abgegeben, welche Maßnahmen je nach Pandemielage im Herbst in Deutschland notwendig sein könnten. Bei einer weniger ansteckenden Variante als die derzeitige Omikron-Variante seien keine zusätzlichen Maßnahmen notwendig. Bei einer mit Omikron vergleichbaren Variante könnten erneut flächendeckende Maßnahmen wie Masken und Abstand in Innenräumen und regional begrenzte Kontaktbeschränkungen erforderlich werden. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) teilte per Twitter mit: „Je besser wir vorbereitet sind, umso weniger Freiheitseinschränkungen brauchen wir im Herbst.“

In Luxemburg scheint man sich derzeit hinsichtlich des Herbstes noch entspannt zu geben. Gesundheitsausschuss-Vorsitzender Di Bartolomeo sagte zwar: „Wir müssen uns bereithalten für den Herbst“, nannte aber keine Szenarien und mögliche Maßnahmen.

Alexander Skupin, Mitglied der luxemburgischen Covid-19-Taskforce, sagte der Tageszeitung Tageblatt: „Es gibt Grund zur Vorsicht, aber Grund zur Sorge derzeit höchstens für die bekannten vulnerablen Gruppen.“