Luxemburg-Lexikon über Mengenbezeichnung wéineg und bësselchen.

Lexikon : Vun alles e bësselchen

Nach ganz und hallef darf natürlich auch die die Mengenbezeichnung von bisschen und etwas im Luxemburgischen nicht fehlen.

Das Bësselchen in der Quantität von bisschen wird vor allem bei etwas ungenauen Mengenbezeichnungen benutzt wie:

e bësselchen dëses an e bësselchen däärs 

ein bisschen von diesem und ein bisschen von jenem

vun alles e bësselchen

von allem ein bisschen

nët e bësselchen

viel

E bësselchen lues! 

Nun hör aber auf!

Und noch weniger als bisschen bedeutet:

e ganz klengt bësselchen

sehr wenig

Eine weitere wichtige Bezeichnung für kleine Mengen ist wéineg/winnig. Dafür wird auch die Bezeichnung mann und in der Steigerung manner, am mannsten verwendet. Bei wéineg heißt es analog wéineger/am wéinegsten

Verwendet wird der Begriff in Redensarten wie:

ze wéineg fir ze liewen, ze vill fir ze stierwen

wörtlich: zu wenig zum Leben, zu viel zum Sterben

übertragen: kärgliches Einkommen

mat e wéineg gudde Wëlle géif et schons goen

mit nur etwas gutem Willen würde es schon gehen

 ech wor nët wéineg verwonnert

ich war ganz schön verwundert

e wéineg

ein wenig, ein bisschen

Waart e wéineg!

Warte etwas!

As dat nët e wéineg vill verlaangt?

Ist das nicht etwas zu viel verlangt?

wéineger/manner wéi näischt

das ist weniger als nichts

Sabine Schwadorf

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