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Luxemburg lockert Corona-Regeln - weniger Einschränkungen für Ungeimpfte

Pandemie : Umfassende Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Luxemburg (Update)

Ungeimpfte erhalten wieder Zutritt zur Gastronomie, Clubs dürfen wieder öffnen und im Privaten gibt es kaum noch Einschränkungen. So lockert Luxemburg die Corona-Regeln.

In Luxemburg soll wieder mehr Normalität einkehren. Ein Großteil der Corona-Maßnahmen wird aufgehoben. Man wolle den Menschen wieder mehr Freiheiten geben, sagte Premierminister Xavier Bettel am Freitag in Luxemburg. „Wir können heute anders mit dem Virus leben, als vor einem Jahr“, sagte Gesundheitsministerin Paulette Lehnert.

Im Privaten soll es keine Einschränkungen mehr geben, Kontaktbeschränkungen für Treffen zu Hause entfallen. Ungeimpfte mit einem negativen Corona-Test aus einem Testzentrum sollen wieder Zutritt zur Gastronomie erhalten. Dann wird dort die 2Gplus-Regel durch 3G ersetzt. Auch die Sperrstunde soll wegfallen, Diskotheken und Nachtclubs dürfen wieder öffnen.  Kontaktpersonen von Infizierten brauchen nicht mehr in Quarantäne. Positiv Getestete können sich mit zwei negativen Schnelltests aus der Isolation freitesten.  Am Arbeitsplatz soll weiterhin verpflichtend 3G gelten. Die Lockerungen sollen voraussichtlich im Laufe der nächsten Woche umgesetzt werden.

Die aktuelle Lage erlaube Lockerungen, sagte Premierminister Xavier Bettel. Die Ansage der luxemburgischen Regierung sei immer gewesen, soviel Freiheit wie möglich und soviel Sicherheit wie notwendig. Gesundheitsministerin Paulette Lehnert ergänzte: „Es ist nicht normal, Freiheit zu beschränken.“ Sie zeigte sich sehr zuversichtlich, dass der Höhepunkt der Omikron-Welle überstanden sei.

In der vergangenen Woche wurde in Luxemburg erstmals ein leichter Rückgang der Corona-Zahlen gemeldet. In der vergangenen Woche wurde 14.918 Neuinfektionen gemeldet, in der Vorwoche waren es 15.293. Die Inzidenz sank von 2409 auf 2350. Allerdings wurden in der vergangenen Woche auch rund 3000 Personen weniger auf Corona getestet.

Bettel erinnerte daran, viele Menschen durch die Beschränkungen belastet seien. Nicht nur die mentale Gesundheit leide, auch die physische. So würden aus Angst vor Infektionen noch immer Krebsbehandlungen von Patienten aufgeschoben.

In Rheinland-Pfalz hingegen steigen die Corona-Zahlen weiterhin ungebremst. Mit 10.069 Neuinfektionen meldet das Landesuntersuchungsamt erneut einen Höchstwert. In der Region wurden 1100 neue Corona-Fälle registriert.