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Luxemburg: Tigermücke gesichtet - wie das Insekt bekämpft wird

Populationen im Süden des Landes : Tigermücke in Luxemburg gesichtet: So will das Großherzogtum das Insekt bekämpfen

Ein internationaler Experte hat die Sichtung der Tigermücke in Luxemburg bestätigt. Damit wurden erstmals Populationen in einer Gemeinde im Süden des Großherzogtums festgestellt.

In Luxemburg ist erstmals die Tigermücke aufgetaucht. Entdeckt wurden zwei Populationen des exotischen Insekts auf dem Gelände der Gemeinde Roeser im Süden des Landes. Ein internationaler Experte habe bestätigt, dass es sich um Tigermücken handelt. Das teilte das Gesundheitsministerium des Großherzogtums mit.

Was Luxemburg gegen die Ausbreitung der Tigermücke unternehmen will

Nach Ministeriumsangaben handele es sich aber um ein begrenztes Auftreten, da sich das Insekt nicht mehr als einige hundert Meter vom Schlüpfort entfernt. Derzeit werden Einsätze von Insektiziden geprüft und potenzielle Habitate beseitigt. Ein Präventionsplan und ein Kontrollsystem sollen ausgearbeitet werden – auch, weil das Insekt unter bestimmten Umständen tropische Krankheiten übertragen kann. Man geht von einem Übertragungspotenzial aus, das mehr als 20 Viren umfasst, darunter West-Nil-, Dengue-, Chikungunya- und Zika-Viren. Eine Übertragung ist aber nur möglich, wenn die Stechmücken in ausreichender Dichte zeitgleich dort auftreten, wo sich auch infizierte Personen aufhalten.

In Europa konnte die Tigermücke bisher in 26 Ländern nachgewiesen werden, in 19 gilt sie als etabliert. Auch in Deutschland tritt sie mittlerweile regelmäßig auf, auch in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen breitet sich die Stechmücke weiter aus.

Weitere Informationen mit Europa-Verbreitungskarte und Meldefunktion unter https://tiger-platform.eu/de/