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Luxemburger Konzeptkünstler Bert Theis gestorben

Luxemburger Konzeptkünstler Bert Theis gestorben

Der Luxemburger Konzept-Künstler Bert Theis ist tot. Der 64-Jährige starb am Mittwoch nach langer Krankheit, wie erst jetzt bekannt wurde. Der luxemburgische Kulturminister Xavier Bettel würdigte ihn als „großen Kreativen“.

Skulpturen, Konzeptkunst und Architektur waren die Schwerpunkte des künstlerischen Schaffens von Bert Theis. 1995 gelang ihm der internationale Durchbruch bei der Biennale in Venedig. Theis sorgte für einen kleineren Skandal, weil er zwischen dem niederländischen und belgischen Pavillon einen weiß getünchten Bretterzaun mit der Aufschrift "Lussemburgo" errichtete und das obwohl ihm die Nachbarländer die Baugenehmigung verweigert hatten.

In seinen an die Architektur angelehnten Arbeiten suchte er nach Möglichkeiten, den städtischen Raum neu zu gestalten. So begründete er 2002 in Mailand das Office for Urban Transformation. Es sollte sein Fundament für die Suche nach Lösun­gen zum nachhaltigen Städtebau werden. Daneben blieb Theis auch seinen anderen Vorlieben als Bildhauer und Performance-Künstler treu. Heute stehen seine Werke beispielsweise in Brüssel, Paris oder auch Gdansk.