Luxemburger locken ins Labyrinth

Luxemburger locken ins Labyrinth

Tausende Besucher werden in den kommenden neun Wochen im luxemburgischen Limpach erwartet. In dem Ort im Süden des Großherzogtums hat die Vereinigung Lampecher Fliichteschësser ein begehbares Maislybyrinth angelegt. Die fünfte Ausgabe des Limpacher Irrgartens, der seit 1998 in unregelmäßigen Abständen angelegt wird, öffnet an diesem Samstag, 23. Juli, seine Eingänge - und zwar bis zum 18. September.

Limpach. Anfangs erstreckte sich das Maislabyrinth über eine Fläche von ungefähr 1,5 Hektar, im Jahr 2010 wurde dann auf sieben Hektar Fläche das größte Maislabyrinth Luxemburgs angesät. Für die diesjährige Ausgabe werden immerhin fünf Hektar an Maisfeldern für den Limpacher Irrgarten herangezogen. Bei der jüngsten Auflage im Jahr 2010 wurden in dem Labyrinth 18 000 Besucher gezählt. Rout Bréck und Gëlle Fra

Die Veranstaltung der Lampecher Fliichteschësser (siehe Stichwort) im Süden des Landes - Limpach liegt etwa auf der Mitte einer Linie zwischen der Hauptstadt Luxemburg und Petingen beziehungsweise Differdingen nahe der belgischen und französischen Grenze - will auch ihren Teil zum "Nation Branding" beitragen, sich also als luxemburgisches Alleinstellungsmerkmal einbringen. Es ist demnach nicht verwunderlich, dass viele Elemente, die Luxemburg repräsentieren, im Labyrinth zu finden sind. Auf dem Vorplatz blickt der Besucher auf eine imposante Kulisse von 30 Metern Länge, die sich jeweils zur Hälfte aus Nachbildungen der Rout Bréck und der Nei Bréck (der Roten und der Neuen Brücke) zusammensetzt. Über dem Eingang befindet sich eine Replik der Gëlle Fra (Gelbe Frau, ein Wahrzeichen Luxemburgs). Der Eingang selbst erinnert an eine alte Eisenerzgrube. Ein Jahr Planung steckt in diesem Labyrinth, für das rund 650 000 Maispflanzen der Sorte Dynamit gesät wurden. 150 freiwillige Mitarbeiter tragen zum Aufbau und Betrieb bei. Der viele Regen in der ersten Jahreshälfte hat die Saat etwas verzögert - so sind die Maissetzlinge noch nicht zu ihrer endgültigen Größe herangereift. Für die gewieftesten Besucher beträgt der Weg durch den Irrgarten nur einen Kilometer. Der Weg kann sich aber auf bis zu 2,6 Kilometer verlängern, wenn nicht gleich der richtige Pfad gefunden wird. Zu verzweifeln braucht der Besucher dennoch nicht, denn in der Mitte des Feldes kann er sich an heißen Sommertagen erfrischen, bevor er seinen Weg fortsetzt. Mehrere Veranstaltungen umrahmen die neun Irrgartenwochen: ein Drachenfliegen, das Aufsteigen ferngesteuerter Heißluftballons sowie - als Höhepunkt - die Kirmes am Maisfeld. Der Autor ist Mitarbeiter des Luxemburger Tageblatts.Weitere Informationen unter:mais.luExtra

Der Limpacher Irrgarten ist bis 18. September geöffnet: donnerstags 14 bis 18 Uhr, samstags 14 bis 20 Uhr, sonntags 10 bis 20 Uhr sowie an drei "Nocturnen" (23. Juli, 13. August und 17. September) von 14 Uhr bis null Uhr. Eintrittspreise: Erwachsene 8 Euro, Behinderte und Kinder (4 bis 12 Jahre) vier Euro.Extra

Wer den richtigen Weg auf Anhieb findet, muss nur einen Kilometer laufen. Foto: (g_luxemb

Sie haben das Maislabyrinth im luxemburgischen Limpach angelegt: Die Lampecher Fliichteschësser sind ein gemeinnütziger Verein, der im Jahre 1984 in Limpach gegründet wurde. Sein Ziel ist es, den Zusammenhalt im Dorf zu stärken und das Dorfleben dynamischer zu gestalten. tgbl