Luxemburgisch-Lexikon zum Thema Séi.

Lexikon : Gléckstéi vum Séi

Passend zum Echternacher E-Lake-Festival an diesem Wochenende (der TV berichtete) wollen wir wichtige Infos zum Thema See, also Séi, weitergeben. Etwa:

De ganzen Dall stoung ënner Waasser, ‚t wor eppes wéi e grousse Séi.

Das ganze Tal stand unter Wasser, es war so etwas wie ein großer See.

In Vianden oder Esch-Sauer gibt es etwa einen Stauséi, einen Stausee.  Gerade Esch-Sauer und die Gemeinden rund um den See im Naturpark Uewersauer (Obersauer) haben mit einer eigenen regionalen Marke für regionale Produkte einen passenden Slogan gefunden, nämlich Téi vum Séi, also Tee vom See, aber auch Bléi vum Séi in Form von kosmetischen Produkten sowie Véi vum Séi in Form von fleischlichen Metzgerei-Produkten. Hinzukommen Dinkel, Tuch, Restaurants, Gebäck, Bier und spezielle Verkaufsräume für die nachhaltig produzierten Waren und Dienste.

Die ersten Ursprünge dieser Arbeiten liegen in einem EU-geförderten Projekte aus dem Jahr 1992, als sich die Kraidergenossenschaft im Naturpark für einen Anbau, die Ernte und die Vermarktung der Pflanzen eingesetzt hat. Seitdem ist rund um die Kräuter und Gewürze ein umfangreiches Sortiment entstanden – vom Gléckstéi (Glückstee), über den Éisleker (Öslinger) bis hin zum Wellnesstéi.

Zusammengesetzte Wörter mit dem Begriff Séi gibt es natürlich in Form der maritimen Begriffe  Séiadler (Seeadler) oder Séihond (Seehund).

Mit Séi hat das Luxemburgische aber auch eine Menge Schabernack angestellt, etwa in der Art, dass das Adjektiv séikrank, allgemein natürlich als seekrank zu übersetzen auch spaßhaft verwendet wird. Beispiel: