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Mord an 14-jähriger Béatrice in Belgien: Medien sprechen von Verfehlungen der Polizei

Mord an 14-jähriger Béatrice in Belgien: Medien sprechen von Verfehlungen der Polizei

Die belgische Schülerin Béatrice Berlaimont wurde Ende November bei Arlon tot aufgefunden. Während die Polizei zum Stand der Ermittlungen schweigt, berichten belgische Medien über neue Details.

Béatrice Berlaimont verschwand am 21. November auf dem Schulweg von Schoppach im Raum Arlon. Ihr lebloser Körper wurde in einem Waldstück an der Autobahn E411 Luxemburg - Brüssel gefunden. Am 9. Dezember wurde der mutmaßliche Mörder der Schülerin festgenommen und sitzt seitdem im Untersuchungshaft, wie das Luxemburger Tageblatt berichtete.

Während die Polizei sich in Schweigen zum Ermittlungsstand hüllt, sprechen belgische Medien von neuen Details im Mordfall Béatrice. Die Tageszeitung La Meuse.be hat Hinweise, dass der Körper der 14-Jährigen in einem Baustellen-Container auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Callemeyn versteckt worden war. Dieser Verdacht habe sich nach dem Verhör des mutmaßlichen Täters Jérémy P. Anfang Dezember bei den Ermittlern erhärtet, heißt es.

Laut La Meuse.be ist derzeit noch unklar, wie lange das Mädchen dort eingeschlossen war und ob sie zu diesem Zeitpunkt noch lebte. Das Gelände der ehemaligen Kaserne ist seit längerem eine Großbaustelle. Bei der Suche nach dem Mädchen wurde das Areal von Polizeikräften durchforstet, gefunden wurde aber nichts. La Meuse.be spricht in diesem Zusammenhang von einer "malaise", einer Verfehlung der zuständigen Ermittlungsbehörden. Denn die Polizei könnte bei ihrer Suche dort an Béatrice vorbeigelaufen sein, wird spekuliert.

Der mutmaßliche Täter, Jérémy P. ist der Polizei nicht unbekannt. Seit dem 10. Dezember sitzt er in Untersuchungshaft. Neben dem Mord an Béatrice wird Jérémy P. eine versuchte Entführung einer 23-jährigen Frau in Arlon Anfang Dezember zur Last gelegt.