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Nach Luxair-Bruchlandung in Saarbrücken: Reparatur zu teuer - Neues Flugzeug bestellt

Nach Luxair-Bruchlandung in Saarbrücken: Reparatur zu teuer - Neues Flugzeug bestellt

Ein Passagierflugzeug der Luxair erlitt nach einer Bruchlandung in Saarbrücken einen Millionen-Sachschaden. Die Reparatur ist zu teuer. Die Airline hat jetzt eine neue Q400 bestellt.

Ein aufgerissener Rumpf, zerstörter Propeller, die Flügelaufhängung verbogen. Das ist die Schadenbilanz nach der Bauchlandung einer Bombardier Q400 von Luxair am 30. September auf dem Flughafen Saarbrücken. Der Sachschaden geht in die Millionen, heißt es bei Tageblatt.lu.

Kurz nach dem Unfall wurde noch bei der Luxair über eine Reparatur der Propellermaschine spekuliert. Jetzt hat die Airline die Handbremse gezogen: "Zu teuer," bestätigt Luxair-Sprecher Jean Lasar am Montag.

Wie hoch der Sachschaden ist, will man aber nicht sagen. Verschrotten käme auch nicht in Frage. Was mit dem Flugzeug passiert, ist unklar.

Die Airline hat inzwischen eine neue Q400 beim Hersteller in Kanada bestellt. "Das neue Flugzeug wird im August geliefert," so Jean Lasar.

Die abrupte Landung Ende September in Saarbrücken war menschliches Versagen. Die Kopilotin hatte das Fahrwerk zu früh eingezogen, so das Fazit eines ersten Unfallberichts. Eine vollständige Analyse wird 2016 erwartet.

Pilotin außer Dienst

Der Flug LG 9562 mit 20 Passagieren hob am 30. September in Saarbrücken ab. Die Maschine war auf dem Weg von Hamburg in Saarbrücken planmäßig zwischengelandet und sollte eigentlich weiter nach Luxemburg fliegen.

Das Flugzeug beschleunigte, nahm Fahrt auf und hob ab. Plötzlich wurde der Startvorgang abgebrochen und der Pilot setzte das Flugzeug mit bereits eingefahrenem Fahrwerk auf der Piste auf. Die Insassen kamen damals mit dem Schrecken davon. Niemand wurde verletzt. Die Pilotin musste ihren Hut nehmen.