Neuer Bau, neue Ideen, neuer Schwung

Neuer Bau, neue Ideen, neuer Schwung

Théâtre municipal in Esch legt in allen Sparten zu - Zwei Mal Musical

Das städtische Theater in Esch ist nach seiner umfassenden Modernisierung und technischen Aufrüstung auf dem Weg zu einem umfassenden Anbieter im Luxemburger Süden. Oper, Ballett, Schauspiel, Musical, Konzerte: Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Nicht zu vergessen das ergänzende Angebot des Konservatoriums, das nicht nur Kammermusik präsentiert, sondern auch literarische Leckerbissen mit prominenten Gästen.
Aus dem Kapuzinertheater kommt am 19. und 20. Januar Neil LaButes Schauspiel "Tag der Gnade" mit Désirée Nosbusch und Roman Knika nach Esch - letzte Chance für alle, die bislang keine Karte erwischt haben. Ebenfalls eine Koproduktion mit den "Großen" in der Hauptstadt: die Mahler-Hommage "Ich bin der Welt abhanden gekommen" von Claude Mangen und Manou Welsch, zu sehen am 24. Januar.
Gospel-Freunde dürften sich am 29. Januar Richtung Esch aufmachen, denn mit den Original USA Gospel Singers gastiert eine der bekanntesten Formationen des Genres, die auch schon vor dem Papst oder in der Mailänder Scala aufgetreten ist. Wer eher auf gehaltvolle deutsche Fernsehunterhaltung steht, dem wird Walter Sittler ein Begriff sein. Der engagierte Schauspieler ist, wenn er nicht vor der Kamera steht, mit großem Vergnügen in Sachen Erich Kästner unterwegs, dem er einen Abend gewidmet hat. "Vom Kleinmaleins des Seins" erzählt er, begleitet von einer Live-Band, am 3. Februar im Konservatorium.
Etwas deftiger geht es vom 1. bis 4. März zu, wenn vier Abende lang der berühmteste Vampir aller Zeiten sein Unwesen treibt. Kein abgespieltes Tour-Musical um Graf Dracula, sondern eine Luxemburger Eigenproduktion, mit modernen szenischen Mitteln, auf die Bühne gebracht von Regisseur Claude Mangen und Choreograph Bernard Baumgarten. Die Titelrolle des transsylvanischen Blutsaugers, und das ist der Clou, spielt der "luxemburgische David Copperfield", Magier David Goldrake. Die Sache dürfte also be-zaubernd werden.
Außergewöhnliches verspricht auch der 10. März im Konservatorium: Ein schwarzhumoriger Roman aus Island, eine Jazz-Band und ein bekannter Schauspieler garantieren für eine schräge Konstellation. Die Auflösung: Uwe Ochsenknecht stellt gemeinsam mit "The Toxic truth" im Rahmen einer "humorvoll-skurrilen Lesung" Hallgrimur Helgasons Geschichte "Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen" vor.
Und noch ein Star aus deutschen Landen: Entertainer, Pianist und Sänger Götz Alsmann kommt am 23. April mit seinem neuen Programm "Paris". Damit hat Esch zwar die Nase knapp vorn, aber wer etwas Geduld hat, braucht nur ein paar Wochen zu warten, dann ist Alsmann im Rahmen des Moselmusikfestivals in Trier open air zu sehen. Echte Fans werden sich wohl beide Auftritte nicht entgehen lassen.
Kaum ist Alsmann weg, halten The Who Einzug: Das Musical "Tommy", ein Mythos der 70er Jahre, steht am 24. April auf der Agenda. Natürlich mit allen Hits von "Pinball Wizzard" bis "I\'m free". DiL