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Neues Nationalstadion für Luxemburg

Neues Nationalstadion für Luxemburg

Ein lange geplantes Projekt wird verwirklicht: Luxemburg bekommt ein neues nationales Fußball- und Rugbystadion. Die Pläne sind dieser Tage der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Im September 2017 sollen die Bauarbeiten beginnen. Zwei Jahre später soll das Eröffnungsspiel in der 60-Millionen-Euro-Arena ausgetragen werden. 9385 Zuschauer werden dann dort Platz nehmen können.

Luxemburg. Jetzt fehlt nur noch das "Ja" des hauptstädtischen Gemeinderats. Am 5. Dezember kommt es zur Abstimmung. Und es sieht nicht danach aus, als würde das Projekt des nationalen Stadions bei den Gemeindeverantwortlichen auf Ablehnung stoßen. Der Weg ist demnach frei für ein Projekt, das jahrelang für Zünd- und Diskussionsstoff sorgte.
"Es wird wirklich gebaut": Mit diesem Satz eröffnete die hauptstädtische Bürgermeisterin Lydie Polfer die Präsentation des Stadions. Am 26. Februar 2009 war erstmals über ein neues Fußballstadion diskutiert worden (Projekt Liwingen). In den Folgejahren wechselten mehrmals die Pläne und die Standorte. Und nun ist es so weit: Die deutsch-luxemburgische Arbeitsgemeinschaft der Büros Gerkan Marg + Partner und BENG hat einen Masterplan erarbeitet. Der beinhaltet neben dem Bau des Stadions auch die Tram-Endstation gleich neben der Arena, ein P&R-Parkhaus sowie das Gebäude für das städtische "Service des sports". Aus einem anfänglich bezifferten Budget von 58 Millionen Euro sind mittlerweile 60 Millionen geworden - wegen des teuren Hybridrasens. 40 Millionen Euro zahlt der luxemburgische Staat, während die Stadt Luxemburg sich mit 20 Millionen Euro beteiligt.
Von einem "fantastischen Weihnachtsgeschenk" sprach Paul Philipp, der Präsident des nationalen Fußballverbands FLF. Nicht weniger begeistert war der "kleine Bruder", wie FLR-Präsident Steve Karier seinen Rugby-Verband selbst bezeichnete. "Das Projekt ist ein Modellbeispiel. Viele europäische Rugby-Verbände haben reges Interesse an dem Stadion bekundet. Für uns und die Zuschauer wird es ein Genuss sein, in diesem hochattraktiven Stadion zu spielen."Extra

Verkehr: Das Stadion kann mit der Tram und dem Bus erreicht werden. Der Boulevard de Kockelscheuer, der dahin führen wird, soll bis Ende 2018 fertiggestellt sein. Das P&R am Stadion wird 1900 Parkplätze bieten. Konzerte: Am Stadion wird ein Gelände entstehen, auf dem Konzerte abgehalten werden können. 15 000 Zuschauer werden sich hier versammeln können. Während Fußball- und Rugbyspielen wird sich hier die Parkfläche befinden. Sitzplätze: Insgesamt 9385 überdachte Sitzplätze wird es geben. Das Uefa-Stadioninfrastruktur-Reglement sieht in der Kategorie 4 ein Minimum von 8000 Sitzplätzen vor. Luxemburg erfüllt also Anforderungen an internationale Begegnungen. Rasen: Im Stadion wird ein Hybridrasen verlegt, bei dem Kunststofffasern in die Erde eingearbeitet werden. Der Naturrasen wächst um diese Fasern herum und erreicht dadurch eine deutlich stärkere Festigkeit und höhere Belastbarkeit. tgbl