Pilotenfehler bei Landeanflug: Luxair-Maschine fliegt 230 Meter zu tief

Pilotenfehler bei Landeanflug: Luxair-Maschine fliegt 230 Meter zu tief

Bei dem Landeanflug auf den Luxemburger Flughafen Findel ist ein Flugzeug von Luxair gefährlich tief über den Ort Hollerich geflogen. Laut einem Untersuchungsbericht wurde sogar der Alarm für eine gefährliche Bodenannäherung ausgelöst.

Der Vorfall hat sich nach Informationen des Luxemburger Worts bereits am 26. März diesen Jahres ereignet. Flug LG8012 aus Paris befand sich im Landeanflug auf den Findel. Wegen der schlechten Sicht bat die Crew um eine andere Anflugroute. Diese wurde von der Flugsicherung genehmigt. Allerdings musste die Maschine nun ohne das Instrumentenlandesystem landen. Soweit war das Vorgehen nicht ungewöhnlich. Nun machte die Crew aber laut internen Untersuchungsbericht eine Reihe von Fehlern.

Zunächst sei die Maschine zu Beginn des Sinkflugs zu hoch gewesen. Deshalb wurden einige Kurven geflogen, um an Höhe zu verlieren. Rund neun Kilometer vor der Piste erreichte das Flugzeug die vorgesehene Höhe von rund 900 Metern. Trotzdem wurde der starke Sinkflug weitergeführt, bis über Hollerich eine Mindesthöhe von nur noch 132 Meter über dem Boden erreicht wurde. Das Flugzeug hätte zu diesem Zeitpunkt eigentlich 230 Meter höher fliegen müssen. Der Alarm für eine gefährliche Bodenannäherung schaltete sich ein.

Für die Passagiere, versichert ein Unternehmenssprecher gegenüber dem Luxemburger Wort, habe zu keinem Zeitpunkt des Manövers eine Gefahr bestanden. Dennoch sei die Luxemburger Luftfahrtbehörde informiert worden.
Diese betrachtete die internen Konsequenzen, die Luxair aufgrund des Vorfalls zog, als ausreichend. Der Fall ist damit für die Verwaltung abgeschlossen.

Quelle: tageblatt.lu