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Post und Eisenbahn bieten die meisten Stellen, danach folgt Cactus.

Arbeitsmarkt : Hier gibt es die meisten Jobs

Der Staat ist und bleibt Luxemburgs größter Arbeitgeber, vor allem bei den Unternehmen der Post und der Bahn. In der Privatwirtschaft gibt es coronabedingte Einbrüche bei ArcelorMittal und der Luxair.

Wo gibt es in Luxemburg die meisten Jobs? Beim Luxemburger Staat, wie die aktuelle Rangliste, die das Statistamt Statec für das Großherzogtum herausgegeben hat, zeigt. Damit ist und bleibt der Staat der größte Arbeitgeber im Großherzogtum. Mit 31 049 Arbeitsstellen bietet er acht Mal so vielen Menschen einen Arbeitsplatz als die größten privaten Unternehmen (plus 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Dennoch hat die Corona-Pandemie vor allem in der Privatwirtschaft negative Folgen gehabt: Das zeigen die teils massiven Arbeitsplatzrückgänge beim Stahlproduzenten ArcelorMittal und bei der Fluggesellschaft Luxair.

Im Detail: Demnach gibt es kaum Veränderungen innerhalb eines Jahres an der Spitze der größten Arbeitgeber. Oben auf dem Podium bleibt das Post- und Telekommunikationsunternehmen Groupe Post, deren Mitarbeiterzahl mit 4620 (plus 30) relativ stabil geblieben ist. Damit liegt die Post-Gruppe vor dem Eisenbahnunternehmen CFL mit 4580 Beschäftigten (plus 70). Nach den beiden Staatsgiganten folgt der Einzelhändler Cactus als Primus unter den privaten Arbeitgebern mit 4460 Mitarbeitern (plus 40).

Es folgen das Reinigungsunternehmen Dussmann (4390), die Stadt Luxemburg (4333 mit plus 151) und dann mit der BGL BNP Paribas das erste Finanzinstitut im Großherzogtum mit 4050 Beschäftigten auf Rang fünf.

Dahinter zurückgefallen ist der Stahlproduzent ArcelorMittal, der einen Verlust von 240 Arbeitsplätzen innerhalb eines Jahres verzeichnet. Nach der ersten Corona-Welle hatte der Konzern mitgeteilt, in den kommenden Jahren 570 Stellen in Luxemburg abzubauen – davon zwei Drittel in der Produktion. Es ist neben der Luxair der einzige Arbeitgeber unter den Top Ten, der beim Personal abbauen musste.

Luxair hat nach einem Jahr der Turbulenzen im Zusammenhang mit der Pandemie 110 Mitarbeiter verloren. Die Airline rückt damit zwei Tabellenplätze nach hinten und landet auf Rang 10. Im vergangenen Herbst wurde bekannt, dass das Unternehmen bis zum Jahr 2024 rund 350 Stellen ohne Kündigungen streichen wird – durch teils frühzeitige Verrentung und freiwillige Fortgänge.

Vor der Fluggesellschaft rangieren noch der Reifenhersteller Goodyear Dunlop auf Rang sieben, der Online-Händler Amazon.com und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers. Die größte Veränderung kommt dabei von Amazon, das den höchsten Zuwachs zeigt: 520 zusätzliche Mitarbeiter sind hier innerhalb eines Jahres eingestellt worden. Zum 1. Januar dieses Jahres hatten die Top-Ten-Arbeitgeber 38 430 Beschäftigte, was einem Nettozuwachs von 750 Stellen entspricht.