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Protest gegen zu hohe Zigarettenpreise: Tabakhändler stürmen Raststätten-Shop in Luxemburg

Protest gegen zu hohe Zigarettenpreise: Tabakhändler stürmen Raststätten-Shop in Luxemburg

Französische Tabakhändler haben am Dienstag den Shop auf der Raststätte Berchem gestürmt und besetzt. Das meldet die Internetseite tageblatt.lu. Sie protestieren gegen den großen Preisunterschied bei den Tabakwaren zwischen beiden Ländern.

Tabakhändler machen ihrem Ärger über den großen Preisunterschied bei Tabakwaren zwischen Frankreich und Luxemburg Luft. Am Dienstagnachmittag stürmten sie unangekündigt den Shop an der Raststätte Aire de Berchem und protestierten lautstark gegen die unfairen Praktiken des Großherzogtums. Das meldete "L'essentiel online" am Dienstag.

Die etwa 120 Demonstranten trugen Masken und hatten Fahnen und Transparente bei sich. Sie fordern eine Preisangleichung für Tabakwaren zwischen Luxemburg und Frankreich. Viele der 120.000 Händler, sogenannte "buralistes", in Frankreich fürchten wegen der höheren Tabakpreise im Vergleich zum Ausland um ihre Existenz. Vor etwa zwei Wochen hatten die französischen "buralistes" schon eine Protestaktion in Deutschland organisiert. Dort wurden die Demonstranten nach einiger Zeit von der Polizei aus dem Shop komplementiert.

Mehr als zwei Euro pro Päckchen mehr

In Luxemburg zahlt man für ein Päckchen Zigaretten 5 Euro, in Deutschland 5,40 Euro und in Frankreich 7,20 Euro, so "L'essentiel". Vor einigen Wochen hat die Luxemburger Regierung beschlossen, die Akzisen auf Zigaretten zu senken. Das soll die geplante Anhebung der Mehrwertsteuer von 15 auf 17 Prozent zum Teil kompensieren.

Dass die französischen Tabakhändler gegen die unterschiedlichen Preise in den Ländern protestieren ist nichts Neues. Vor zwei Jahren blockierten 150 "buralistes" die Autobahn A 3 bei Zoufftgen und verursachten einen Riesenstau. Auch hier war die Aktion nicht angekündigt worden.

Quelle: tageblatt.lu