Staatsanwältin wendet sich an Öffentlichkeit: "Bitte melden Sie sich, wenn Ihnen Bianka anvertraut wurde."
Luxemburg · Im Fall des vermissten Babys in Luxemburg hat sich die zuständige Staatsanwältin Doris Woltz erneut mit der Bitte um Unterstützung an die Öffentlichkeit gewandt. Zuvor war eine weitere großangelegte Suchaktion nach der kleinen Bianka abgebrochen worden.
Das Vermisstendrama um die seit fast zwei Wochen verschwundene Bianka B. geht weiter. Am Mittwoch gegen 17:30 Uhr brachen die luxemburgischen Behörden eine weitere Suchaktion nach dem mehrere Wochen alten Baby ab. Zahlreiche Einsatzkräfte durchkämmten dabei ein Gebiet um den Weiher Linger-Bomicht (bei Petingen).
Die Luxemburger Behörden wurden bei der Aktion von einer Hundestaffel der deutschen Polizei unterstützt. Diese Einheit arbeitet mit speziell ausgebildeten "Man-trailer"-Hunden, die Spuren auch unter Wasser wahrnehmen können. Gleichzeitig suchten Froschmänner von Polizei und Zivilschutz den Grund des Weihers ab. Erschwert wurde deren Arbeit durch umfangreiche Schlickablagerungen. Die Sicht unter Wasser lag nach Behördenangaben bei null. Die Taucher hätten den Grund des Gewässers regelrecht abtasten müssen.
Im Anschluss an die erfolglose Suche wendete sich die zuständige Staatsanwältin Doris Woltz an die Öffentlichkeit. Gegenüber dem Luxemburger Wort sagte sie: "Die Frau, der Mann, oder das Paar, die das Kind eventuell versorgen, oder denen das Kind möglicherweise anvertraut wurde, sollen sich bei der Polizei melden".
Am vergangenen Freitag hatte die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Mutter von Bianka Anklage erhoben. Seitdem sitzt die 32-Jährige in Untersuchungshaft. Sie hat sich bisher nicht zum Verschwinden ihres jüngsten Kindes geäußert. Nach den Aussagen von Staatsanwältin Woltz schließen die Behörden nicht aus, dass die Mutter ihr Kind weggegeben haben könnte.