Barrierefreiheit: Studie: Luxemburg  behindertenfreundlichste Hauptstadt Europas

Barrierefreiheit : Studie: Luxemburg  behindertenfreundlichste Hauptstadt Europas

Das Vergleichsportal „Compare the market“ hat 38 europäische Städte auf ihre Behindertenfreundlichkeit untersucht. Luxemburg landete dabei vor Berlin, Stockholm und Oslo auf  Platz eins.

 Um aber Missverständnisse zu vermeiden, eines gleich vorweg: Dieser erste Platz bedeutet nicht, dass in Luxemburg alles perfekt in puncto Behindertenfreundlichkeit wäre. Es handelt sich lediglich um einen Vergleichstest mit anderen 37 Städten in Europa, in dem vor allem behindertengerechtes Reisen untersucht wurde: Wie einfach kann zum Beispiel ein rollstuhlfahrender Tourist Luxemburg besichtigen?

Aus der Untersuchung geht hervor, dass Luxemburg über den höchsten Prozentsatz an behindertengerechten Zimmern verfügt: 18 Prozent. 33,33 Prozent der Attraktionen haben Rollstuhlzugang; nur Berlin und Bratislava haben mit rund 35 Prozent in diesem Bereich eine bessere Quote vorzuweisen.

Auf die Plätze zwei bis fünf kamen bei dem Vergleich die Städte Berlin, Stockholm, Oslo und Bern. Am schlechtesten schnitten Chisinau (Moldawien) und Kiew (Ukraine) ab.

2018 erhielt Luxemburg bereits den dritten Preis beim „Access City Award“. Grund dafür waren die Anstrengungen der Stadtverwaltung, das öffentliche Verkehrssystem möglichst für alle zugänglich zu machen. Dafür wurde geprüft: Sind die Übernachtungsmöglichkeiten behindertengerecht? Ist der Zugang zu touristischen Attraktionen barrierefrei? Verfügt die Stadt über einen behindertengerechten Flughafen? Und: Ist das Thema eine Priorität für den  Stadtrat? Für den „Access City Award“ ist dabei wichtig, inwiefern sich die Stadt bemüht, die Lebensqualität ihrer Bevölkerung zu verbessern und sicherzustellen, dass alle – unabhängig von Alter, Mobilität und Fähigkeiten – gleichberechtigten Zugang zu den Ressourcen und Angeboten der Stadt haben.

Der Autor ist Redakteur
beim Luxemburger Tageblatt

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