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Toter Mann nach Polizeieinsatz in Luxemburg sorgt für Rätsel

Toter Mann nach Polizeieinsatz in Luxemburg sorgt für Rätsel

Ein Polizeieinsatz am Sonntagmorgen vor dem Centre Hospitalier de Luxembourg (CHL) wirft Fragen auf. Intern wird von einem "Einsatzfehler" gesprochen, meldet Tageblatt.lu. Es geht um einen Toten vor einer Bushaltestelle.

Was passierte am Sonntag vor dem CHL in Luxemburg? Laut Polizeimeldung wurde eine "leblose Person" gefunden. Die Ärzte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen. Wie das Luxemburger Wort am Montag meldete, handelte es sich bei dem Toten mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Drogensüchtigen.

Was die Polizei allerdings verschwieg, ist, dass sie schon am Sonntagmorgen beim CHL im Einsatz gewesen sein soll. Das meldet das Tageblatt. Polizisten seien gerufen worden, da ein junger Mann mit einer Tüte gefüllt mit Essen und Bier auf der Bushaltestelle "Kannerklinik" beim Krankenhaus gelegen habe. Laut Zeugenaussagen sei der Mann in sehr schlechter Verfassung gewesen. Auf Nachfrage hin bestätigte die Polizei gegenüber dem Tageblatt den Einsatz: "Unsere Leute waren vor Ort und haben die Identität des Mannes kontrolliert. Da alles in Ordnung war, sind sie wieder fortgefahren."

Vier Stunden später wird ein Mann keine 200 Meter weiter tot auf der zweiten Bushaltestelle des Krankenhauses gefunden, dem "Arrêt Centre Hospitalier". Es wurden "Einsatzfehler" am Sonntag gemacht, heißt es hinter vorgehaltener Hand aus Polizeikreisen.

Die Polizei spricht gegenüber dem Tageblatt von zwei verschiedenen Personen. Nur hatte der CHL am Sonntag keinen Dienst. In der Nähe der beiden Bushaltestellen wohnen fast keine Menschen. Wegen der laufenden Ermittlungen gibt es eine Nachrichtensperre.

Im CHL verweist man auf die ärztliche Schweigepflicht. Man könne keine Details preisgeben. Die Identität des Mannes bleibt also ein Geheimnis.

Quelle: tageblatt.lu