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Traumhochzeit in Luxemburg: Guillaume sagt Ja zu Stéphanie

Traumhochzeit in Luxemburg: Guillaume sagt Ja zu Stéphanie

Luxemburg feiert vor Tausenden Schaulustigen die Prinzenhochzeit von Erbgroßherzog Guillaume und Stéphanie de Lannoy. Die weltweit beachtete Eheschließung passt in die internationale Strategie des Nachbarlandes.

Traumhochzeit in Luxemburg: Guillaume sagt Ja zu Stéphanie
Foto: Christophe Karaba

Sie haben "Ja!" zueinander gesagt. Luxemburgs Thronfolger, Erbgroßherzog Guillaume, hat seine Verlobte, die belgische Gräfin Stéphanie de Lannoy, im Standesamt der Hauptstadt geheiratet. "Dies ist ein besonderer Tag in der Geschichte Luxemburgs, weil unser künftiger Staatschef geheiratet hat", sagt Jean-Claude Juncker, Staatsminister des Großherzogtums. Für ihn trifft die Hochzeit von Guillaume (30) und Stéphanie (28) die Luxemburger in ihren Grundfesten. Die meisten seiner Landsleute fühlten sich in der konstitutionellen Monarchie wohl, sagt Juncker.
Mit der Vermählung im Rathaus hat die großherzogliche Familie erstmals Neuland betreten. Zuvor fanden Trauungen stets auf dem Familiensitz statt. "Das ist ein großer Tag für uns", sagt denn auch der frischgebackene Ehemann. Schon am Freitagmorgen trifft das Paar knapp 200 Gäste, darunter ehemalige Klassenkameraden und Luxemburger, die am selben Tag wie der Prinz oder die Gräfin geboren wurden.
Das Paar gibt sich den ganzen Tag über zwanglos, schüttelt viele Hände der Schaulustigen auf dem Weg zum Standesamt.
Die sind zu Tausenden gekommen, darunter viele Kinder, um mit Fähnchen und Selbstgebasteltem dem Prinzenpaar zu gratulieren. An diesem Samstag folgt die kirchliche Trauung unter Beisein der Abgesandten des europäischen Hochadels und rund 1400 Gästen in der Kathedrale (live im ZDF ab 10.15 Uhr).
Für die Polizei und Sicherheitskräfte des kleinen Landes stellt die Hochzeit eine große Herausforderung dar. Alle Polizisten haben Urlaubssperre, rund 2000 Sicherheitskräfte, davon 80 auf Motorrädern, ein Helikopter und 13 Hunde, sind zusätzlich zu den Personenschützern der Königshäuser im Einsatz.
Regierungschef Jean-Claude Juncker sagt: Luxemburg werde die Hochzeit des ältesten Sohnes von Großherzog Henri würdig feiern. "Wir werden uns nicht aufplustern, aber wir müssen uns auch nicht kleiner machen, als wir sind", sagt Juncker selbstbewusst.
Dies passt in die Strategie des Landes auch auf internationalem Parkett. So ist Luxemburg gerade in den UN-Sicherheitsrat gewählt worden, das ist das weltweit wichtigste Gremium auf außenpolitischer Ebene.