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Verlobung: Luxemburgischer Prinz will Französin heiraten

Verlobung : Luxemburgischer Prinz will heiraten - Liebesglück mit französischer Rechtsanwältin

Vier Jahre nach seiner Scheidung sollen für Prinz Louis aus Luxemburg wieder die Hochzeitsglocken läuten. Der Prinz hat sich mit einer Französin verlobt. Doch wer ist die Frau an seiner Seite?

„Wir freuen uns, die Verlobung unseres Sohnes, Prinz Louis, mit Mademoiselle Scarlett-Lauren Sirgue bekannt zu geben. Die Prinzen Gabriel und Noah freuen sich mit uns. Wir wünschen viel Glück.“ Mit diesen Worten verkündete das großherzögliche Paar am Dienstagmorgen die neue Lebensplanung seines dritten Sohnes.

Was die französische Boulevardpresse schon seit einiger Zeit angedeutet hatte, ist damit jetzt offiziell. Vier Jahre nach seiner Scheidung hat Louis Xavier Marie Guillaume, Prinz von Nassau und Bourbon Parme, eine neue Liebe gefunden.

Wer ist die Frau an seiner Seite?

Sie hört auf den melodischen Namen Scarlett-Lauren Sirgue und ist die jüngste Tochter der Rechtsanwälte Pierre und Scarlett Sirgue. Die 29-Jährige ist ebenfalls Juristin und arbeitet in der Kanzlei ihrer Eltern, die Niederlassungen in Bordeaux und in Paris hat. Der Vater Pierre Sirgue ist auf Gesundheitsfragen spezialisiert, die Mutter, Scarlett Berrebi, kümmert sich um Familienrechte und Opferverteidigung. Genau in diese Berufssparte ist auch ihre Tochter eingestiegen. Scarlett-Lauren Sirgues Geschwister Elisabeth und Archibald arbeiten als Krisenvermittler der Familienkanzlei gewissermaßen zu.

Über diesen Weg hat Scarlett-Lauren Sirgue auch ihren Verlobten, Prinz Louis, kennengelernt. Der Prinz ist seit 2017 als Vermittler und Berater tätig und steht heute an der Spitze eines Unternehmens, das in der Konfliktbewältigung spezialisiert ist.

Prinz Louis hat zwei Kinder, Gabriel (15) und Noah (13). Sie leben bei der Mutter in London, haben jedoch eine sehr herzliche Beziehung zu ihrem Vater, der sich intensiv um ihre Erziehung kümmert. Gabriel und Noah tragen zwar, genau wie ihr Vater, einen Prinzentitel, sind jedoch, wie er auch, von der offiziellen Thronfolge ausgeschlossen.

Chaotischer Lebensweg

Prinz Louis war noch keine 20 Jahre alt, als er im September 2006 seine Jugendliebe Tessy Antony heiratete und damit die Sitten und Gewohnheiten des streng katholischen Luxemburger Fürstenhauses arg strapazierte. Genau wie die Hochzeit sorgte auch die Scheidung für Schlagzeilen, nicht zuletzt als Tessy Antony den Prinzen als unverantwortlich bezeichnete.

Bei der Geburt von Prinz Gabriel hatte Prinz Louis gerade mal seinen Sekundarabschluss im Schweizer Internat „Beau Soleil“ hinter sich. Mit Frau und Kind zog er zunächst in die Schweiz, wo er für das Internationale Rote Kreuz im Bereich Logistik und Event-Management arbeitete. 2007 kam er nach Luxemburg zurück und arbeitete kurzzeitig in der Vermögensverwaltung des großherzöglichen Hofes, mit Schwerpunkt in der Forstverwaltung. Es folgten Kurse an der Miami University in Luxemburg, danach eine Ausbildung in Luftfahrt und Luftfahrtmanagement in den USA, die er 2011 mit einem Pilotenschein abschloss.

Prinz hat Legasthenie

Dann ging es nach Großbritannien, wo der Prinz Kommunikation und Psychosoziales studierte und mit einem Master abschloss. Nach einem weiteren Studium an der Katholischen Universität in Paris bekannte sich der Prinz zu seiner Legasthenie und widmet sich seither den Menschen, die unter derselben Lesestörung leiden.

In seiner Freizeit ist er sehr sportlich, neben der Fliegerei läuft er Ski, spielt Tischtennis, reitet, fechtet und interessiert sich für Kampfsportarten. Trotz seines Verzichtes auf die Thronfolge bleibt er dem großherzöglichen Haus verbunden. In diesem Sinn hat er die Schirmherrschaft des Tischtennisverbandes, der Vereinigung der Kampfsportarten und der Luftfahrt übernommen.

Seine künftige Frau wird als großzügig und leidenschaftlich beschrieben. Neben ihrem starken beruflichen Engagement näht und entwirft sie Kleider, eine Fertigkeit, die sie von ihrer Großmutter lernte. Nicht zuletzt ein weiterer gemeinsamer Punkt mit Prinz Louis, der seinem Großvater, Großherzog Jean, ebenfalls eng verbunden war.

Quelle: Tageblatt.lu