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Vermisstes Baby: Mutter könnte schon bald aus Untersuchungshaft entlassen werden

Vermisstes Baby: Mutter könnte schon bald aus Untersuchungshaft entlassen werden

Neue Wendung im Fall des vermissten Babys in Luxemburg: Die in Untersuchungshaft sitzende Mutter könnte schon bald freigelassen werden, das berichten luxemburgische Medien. Das Kind konnte trotz großangelegten Suchaktionen bisher nicht gefunden werden.

Das Schicksal von Bianka B. bewegt viele Menschen in der Region. Nur wenige Wochen nach seiner Geburt verschwindet der Säugling spurlos. Mitte Juli scheint den Ermittlungsbehörden der Durchbruch gelungen zu sein, die Polizei nimmt die Mutter des Kindes fest. Doch seit diesem Zeitpunkt schweigt die 32-Jährige. Mehrere großangelegte Suchaktionen nach dem Kind blieben erfolglos.

Die Ermittler haben nach Angaben des Luxemburger Wortes inzwischen drei verschiedene Hypothesen entwickelt:
1. Der Säugling ist tatsächlich tot.
2. Das Kind wird von Bekannten der Mutter versteckt gehalten. Hintergrund könnte sein, dass der Frau bereits für mehrere Kinder das Sorgerecht entzogen wurde. Um das in diesem Fall zu verhindern, könnte die 32-Jährige den Säugling weggeben haben.
3. Die Mutter könnte das Kind verkauft haben.

Beweisen lassen sich diese Theorien jedoch nicht. Dadurch dürfte es für die Staatsanwaltschaft schwierig werden, die Frau noch viel länger in Untersuchungshaft zu halten. Denn ein Kindsmord lasse sich bei der aktuellen Faktenlage nicht belegen, berichtet das Luxemburger Wort. Ohne Leiche und Mordanklage könne die Anklage kaum mit einer Flucht- oder Verdunklungsgefahr argumentieren. Der Untersuchungsrichter müsste die Frau freilassen. Zumal für die Altenpflegerin bei allen Verdächtigungen bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldvermutung gilt.