Volksfreund gibt Erste Hilfe in der Nachbarsprache

Volksfreund gibt Erste Hilfe in der Nachbarsprache

Nach einer kurzen Unterbrechung startet wieder unser Lëtze-buergesch-Lexikon - jetzt auch als Podcast zum Anhören.

Trier. Auch wenn die meisten Bewohner der Region Trier als Grenzgänger oder Tanktouristen regelmäßig nach Luxemburg fahren, so bleibt das Erlernen der Luxemburger Sprache doch meist auf der Strecke. Mit unserem Lëtzebuergesch-Lexikon geben wir unseren Leserinnen und Lesern seit 2004 Hilfe beim Erlernen der Nachbarsprache und beim Erkunden von Land und Leuten. Mit der heutigen Neuauflage der Kolumne bieten wir einen zusätzlichen Mehrwert an. Auf unserer Internet-Seite www.volksfreund.de/luxemburg finden Sie alle erscheinenden Lexikon-Teile - jetzt auch als Podcast.

Weil eine "Fremdsprache" nur dann authentisch und seriös ist, wenn sie von Muttersprachlern gesprochen wird, haben wir uns Hilfe geholt. Monique Thill, Fred Casagranda und Luc Schiltz werden die Originalsätze und Originalwörter auf Lëtzebuergesch einsprechen - wir übersetzen und erklären das Gesprochene.

Monique Thill ist 47 Jahre alt und seit 2004 als selbstständige Heilpraktikerin in Trier tätig. Als Pendlerin "der anderen Sorte" fühlt sich die Ettelbrückerin in Deutschland sehr wohl. "Ich fühle mich nicht als Grenzgängerin", sagt sie. Aufgrund zahlreicher Hausbesuche und ihrer Klientel stellt sie kleinere Mentalitätsunterschiede zwischen Deutschen und Luxemburgern fest.

Die kennt auch Luc Schiltz aus Hinkel (andere Sauer-Seite, gegenüber von Wintersdorf, Kreis Trier-Saarburg). Der 38-Jährige ist Lehrer für Deutsch und Luxemburgisch an einer Sekundarschule in der Hauptstadt Luxemburg und Dozent für Luxemburgisch an der Volkshochschule Konz. Er hat an der Universität Trier studiert und festgestellt: "Es gibt Klischees - etwa jenes, dass der Humor der Luxemburger anders als der der Deutschen ist." So spotte der Luxemburger gerne, lege auf andere Dinge mehr Wert als der Deutsche: "Das Essen ist für die Luxemburger ganz wichtig", sagt er.

Für Fred Casagranda (75) ist Sprachpurismus sehr wichtig. Der "Sprachpedant", wie er sich selbst bezeichnet, ist italienischer Abstammung und vor 31 Jahren der Liebe wegen aus Luxemburg nach Konz gezogen. Er hat in Luxemburg als kaufmännischer Angestellter gearbeitet. Sein großes Hobby ist neben der Musik die Sprache. "Ich amüsiere mich über Eigentümlichkeiten von Sprachen, unabhängig davon, ob es Deutsch, Französisch oder Luxemburgisch ist", sagt er.

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