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Mainz/Trier: Bußgeld gegen Internet-Anbieter

Mainz/Trier: Bußgeld gegen Internet-Anbieter

Die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) hat Bußgelder in Höhe von insgesamt 9.000 € gegen einen Internet-Anbieter im nördlichen Rheinland-Pfalz verhängt.

Die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) hat Bußgelder in Höhe von insgesamt 9.000 € gegen einen Internet-Anbieter im nördlichen Rheinland-Pfalz verhängt. Nach Auffassung der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), die als Organ der Landesmedienanstalten tätig wird, verstößt das gegenständliche Angebot gegen die Bestimmungen des Jugendmedienschutzstaatsvertrages (JMStV). Danach sind Angebote in Telemedien unzulässig, wenn sie Kinder und Jugendliche in unnatürlich geschlechtsbetonter Körperhaltung darstellen. Der Anbieter, der bereits früher auffällig geworden war, betreibt mehrere kommerziell ausgerichtete Internetseiten, auf denen er Vorschaugalerien und kostenpflichtige Mitgliederbereiche mit einer Vielzahl von so genannten Posenphotos von Minderjährigen eingerichtet hat. In einer Mitteilung der LMK heißt es: "Die Inszenierungen der Bilder folgen teilweise den bekannten Mustern einer Präsentation von Erwachsensexualität mit knapper Bekleidung und Betonung der Geschlechtsteile. Andererseits wird eine scheinbare Kindlichkeit bei den jugendlichen Modellen durch Attribute wie Stofftiere oder abstehende Zöpfe hervorgehoben. In seiner Gesamttendenz richtet sich das Angebot an Nutzer mit pädophilen Neigungen." Ein weiteres Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen einen Anbieter aus Trier wurde laut LMK eingestellt, da das betreffende Angebot in Reaktion auf die Maßnahmen der LMK aus dem Netz entfernt wurde. Die LMK hat bereits im Vorjahr ein Bußgeld in Höhe von 12.000 € gegen einen Anbieter verhängt, der auf seiner Internetseite Darstellungen von Kindern und Jugendlichen in unnatürlich geschlechtsbetonten Körperhaltungen verbreitete.