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Malu Dreyer: Großveranstaltungen werden so schnell nicht möglich sein

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Auch nach Lockerungen in der Corona-Krise wird es weiter Einschränkungen geben. Das hat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Mittwoch in Mainz deutlich gemacht. „Es wird nicht so schnell möglich sein, wieder zu Großveranstaltungen zu kommen“, sagte die Triererin. Dafür sei das Infektionsrisiko zu groß.

Die Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz erwarten Mitte der kommenden Woche den vorläufigen Höhepunkt an Corona-Erkrankten. 400 Intensivbetten mit Beatmungsgeräten stehen landesweit frei. Die Ministerpräsidentin sagte, es werde in anstehenden Gesprächen mit dem Bund auch um mögliche Lockerungen gehen.

Kommende Woche will Dreyer mit den anderen Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel auch über mögliche Lockerungen über den 19. April hinaus sprechen. Denkbar sei etwa, dass kleinere Läden wieder öffnen dürfen - unter der Bedingung, dass dort Abstandsregeln eingehalten werden, so Dreyer. Noch müsse aber abgewartet werden, betonte Dreyer. „Das Virus ist ein starker Gegner.“

Die Zahl der Infektionen pro Tag gehe zurück, sagte Dreyer (SPD) zwar, schränkte aber ein: Ein stabiler Wendepunkt sei aber noch nicht erreicht. Es sei wichtig, sich weiterhin an Maßnahmen zu halten, damit die Infektionsrate weiter abflache.

Die Krankenhäuser rechnen Mitte der kommenden Woche mit einer vorläufigen Spitze an Corona-Erkrankten in Rheinland-Pfalz. Das sagte Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, in Mainz. „Wir rechnen aber nicht damit, in den kommenden zwei Wochen an die Kapazitätsgrenzen zu stoßen“, sagte der Wittlicher. Die Kliniken seien gut gerüstet. 950 Intensivplätze mit Beatmungsgeräten gebe es derzeit im Land, von denen 400 frei seien, um schwerstkranke Patienten zu übernehmen. 120 Corona-Erkrankte würden derzeit in rheinland-pfälzischen Kliniken beatmet. „Wir erleben keinen exponentiellen Schub, müssen aber mit Steigerungen rechnen“, sagte Gaß. Durch frei gewordene OP- und Aufwachräume könnten die Krankenhäuser neue Plätze schaffen. Operationen, die wegen schwerer Erkrankungen nicht nötig sind, würden verschoben.