Miezen verlieren gegen Leverkusen und bleiben Vorletzter

Miezen verlieren gegen Leverkusen und bleiben Vorletzter

Das Ergebnis ist zu deutlich für den Spielverlauf, aber gegen Leverkusen waren die Trierer Miezen chancenlos. Das 23:30 (12:14) am Mittwochabend war vor allem der schwachen Torausbeute geschuldet. Trier bleibt somit Vorletzter der Bundesliga.

Trier. (BP) In 35 Tagen ist Heiligabend. Und da die Trierer Miezen bis dahin kein Handballspiel mehr absolvieren, können sie schon einmal mit dem Wunschzettel für Christkind beginnen. „Schenk uns Punkte“, wird der Hauptwunsch lauten. Denn nach zehn Spielen stehen gerade einmal sechs Zähler auf der Habenseite der MJC, die als Vorletzter in die WM-Pause geht.
„Schenk uns Tore“, wird der zweite Wunsch nach dem Heimspiel-Abschluss des Jahres 2009 sein. 23:30 (12:14) hieß es am Mittwochabend gegen Bayer Leverkusen, die zweite Heim-Niederlage der Saison. Die große Überraschung gegen den Vizemeister blieb aus, weil diesmal der Angriff unter seinen Möglichkeiten blieb, und Leverkusen zudem eine Klasse besser war. In der ersten Halbzeit hatte es kaum Unterschiede zwischen dem Tabellenzweiten und dem Vorletzten gegeben. Die Miezen hielten sich exakt an die taktische Marschrichtung, das Leverkusener Tempo nicht mitzugehen, zudem war Anna Monz ein sicherer Rückhalt. Allerdings ließ die Torausbeute - speziell nach dem 11:12 und drei Treffern in Folge - zu wünschen übrig, es war mehr drin als der 12:14-Pausenrückstand. Daran hatte allerdings Bayers Nationaltorfrau Clara Woltering großen Anteil, die vor dem Seitenwechsel alleine zehn Würfe abwehrte (insgesamt 17). Leverkusens Ex-Mieze Laura Steinbach (sechs Tore) hatte zu viel Platz, sie hatte die MJC-Abwehr genau wie Kreisläuferin Anne Müller (sieben Tore) nicht optimal unter Kontrolle.Und nach dem Seitenwechsel setzte sich das Bild fort – nur noch viel intensiver: Die Triererinnen vergaben zu viele Chancen, trafen in den ersten 15 Minuten nur drei Mal. Und dass es „nur“ 21:15 stand, hatten sie erstens den guten Torwartleistungen sowie der Tatsache, dass Bayer vier Siebenmeter verwarf, zu verdanken. War in den vergangenen Spielen häufig die Defensive für die Niederlagen verantwortlich gewesen, so war gegen Leverkusen der Angriff die Problemzone. Nach 47 Minuten war beim Spielstand von 17:23 die Vorentscheidung gefallen, die Fans peitschten die Mannschaft zwar nach vorne, doch die rannte sich dann immer wieder in der agressiven Bayer-Deckung fest. Am Ende wurden die Miezen von Bayer förmlich überrannt.DJK/MJC Trier: Vogt, Monz; Egger (2),Nadgornaja (5/1), Thomas (1), Schneider (1/1), Karsten (0), Pütz (n.e.), Vallet (2), Lennartz (n.e.), Huber (3), Solic (0), Jakubisova (3), Jochin (6/1)Bayer Leverkusen: Woltering, Knipprath, Glaser; Byl (2), Zapf (1), Walzik (3), Garcia-Almendaris (1), Müller (7), Loerper (2/2), Glankovicova (6/1), Schückler (0), Ahlgrimm (2), Steinbach (6), Engel (0)Schiedsrichter: Moles/PittnerZuschauer: 905

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