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Mohr-Holzbau-Gruppe stellt Insolvenzantrag

Mohr-Holzbau-Gruppe stellt Insolvenzantrag

Die Krise auf dem weltweiten Immobilienmarkt hat die Trierer Mohr Holzbau Gruppe gezwungen, einen Insolvenzantrag zu stellen. Davon sind rund 100 Mitarbeiter in Trier und Grevenmacher (Luxemburg) betroffen.

(hw) Laut Firmenchef Bernhard Mohr sind der Gruppe vor allem im Auslandsgeschäft, in den USA und England, Großaufträge weggebrochen. Er hofft gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter, durch Restrukturierung möglichst viele Arbeitsplätze retten zu können.

Das Holzbau-Unternehmen ist seit gut 25 Jahren am Markt für Holz-Leimbinder tätig. In den vergangenen Jahren expandierte Mohr Holzbau in den europäischen und internationalen Markt, unter anderem in die USA mit ihren Leimholz-Produkten. Um die Wettbewerbsfähigkeit für die internationalen Märkte zu verbessern, wurde im Oktober 2007 ein Werk in Luxemburg gekauft, das der weiteren Spezialisierung der beiden Produktionsstandorte dienen sollte, sagte die Unternehmensführung. Hierbei sollte das Werk in Luxemburg das Produktsegment des Massen-Stangengeschäftes bedienen.„Leider haben sich fast zeitgleich mit dem Kauf des Werkes in Luxemburg die internationalen Märkte, aber auch der deutsche Markt, speziell für dieses Produktsegment, extrem negativ entwickelt. Die erheblichen Verluste, die 2008 aus dieser Situation resultierten, haben die Reserven aufgezehrt und zur Zahlungsunfähigkeit geführt“, erläutert Geschäftsführer Bernhard Mohr den Hintergrund des jetzt notwendig gewordenen Insolvenzantrages.

Insolvenzantrag wurde laut Unternehmen für die Firmen Mohr Holzbau GmbH, Peter Mohr & Söhne GmbH & Co. KG, Mohr Verwaltungs GmbH, sowie Luxlam SARL gestellt.