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Moldawisches Frachtflugzeug muss wegen Vibrationen im Triebwerk nach Start wieder umkehren.

Flugverkehr : Flugzeug lässt 30 Tonnen Kerosin ab

Erneut ist eine am Flughafen Hahn gestartete Frachtmaschine der moldawischen Fluggesellschaft Aerotrans Airlines kurz nach dem Start wegen technischer Probleme umgekehrt. Vor der Sicherheitslandung ließen die Piloten rund 30 Tonnen Kerosin über der Pfalz ab.

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Die Boeing 747-400 mit der Flugnummer startete am Montag um 22.22 Uhr vom Hunsrück aus Richtung Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan. In einer Höhe von rund 7000 Meter stellten die Piloten Vibrationen am Triebwerk fest. Daraufhin beschlossen sie, den Weiterflug abzubrechen und zum Hahn zurückzukehren. Auf einer im Internet verfügbaren Flugaufzeichnung ist zu sehen, dass die Maschine daraufhin eine Schleife über die Pfalz und Teile des Saarlands fliegt, bevor sie dann 23.37 Uhr wieder auf dem Hahn landet.

Eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung bestätigte unserer Zeitung, dass das Flugzeug rund um die US-Airbase Ramstein das Kerosin abgelassen hat, um bei der ungeplanten Landung auf dem Hahn nicht zu schwer zu sein. Die Boeing sei sicher gelandet. Auf der Internetseite avherald.com, auf der Flugzwischenfälle aufgelistet werden, sind Bilder des betroffenen Triebwerks zu sehen. Demnach soll es ein Problem mit der linken Triebwerksabdeckung gegeben haben.

Offenbar handelt es sich bei der Maschine um die gleiche, die am 15. Februar wegen Knallgeräuschen im Laderaum nach dem Start vom Hahn Richtung Baku umkehren musste. Dabei wurden vor der Sicherheitslandung rund zehn Tonnen Kerosin abgelassen (der TV berichtete). Der Flugsicherung sind keine weiteren Zwischenfälle der Fluggesellschaft bekannt, wie die Sprecherin unserer Zeitung sagte.

Eine Anfrage an die Betreibergesellschaft des Hahn blieb erneut unbeantwortet.

Immer wieder kommt es zum Kerosinablass bei sogenannten Sicherheitslandungen. Dieses sogenannte Fuel Dumping sei nur bei Langstrecken-Flugzeugen möglich, sagte die Sprecherin der Flugsicherung. Nur bei technischen Problemen werde Treibstoff vor der Landung abgelassen. Ein routinemäßiges Fuel Dumping gebe es nicht. Immer wieder glauben Anwohner von Flughäfen, dass Flugzeuge vor der Landung Kerosin ablassen, weil diese eine Flüssigkeitsfahne hinter sich herziehen. Dabei handele es sich um „Kondensationseffekte, die bei hoher Luftfeuchtigkeit möglich sind“, so die Sprecherin.