1. Region

Mord-Prozess: Angeklagter will sich äußern

Mord-Prozess: Angeklagter will sich äußern

Nach fünf Minuten war der erste Verhandlungstag im Mordprozess gegen einen 46-Jährigen aus Trier beendet. Grund: Der Gutachter, der die Schuldfähigkeit des Angeklagten prüfen soll, war nicht da. Der Angeklagte kündigte aber an, sich äußern zu wollen.

(wie) Dem Mann wird vorgeworfen, im Juni seine fünf Jahre jüngere Ex-Freundin in deren Haus in Trier-Nord ermordet zu haben. Nachdem der Staatsanwalt die Anklageschrift verlesen hatte, wurde die Verhandlung auf kommenden Freitag vertagt.Der psychiatrische Gutachter, der die Schuldfähigkeit des Angeklagten prüfen soll, war zum Auftakt des bislang auf sieben Tagen angelegten Prozesses nicht anwesend. Daher konnte der 46-Jährige nicht vernommen werden. Er kündigte aber an, sich am Freitag zu den Vorwürfen zu äußern. Ob er ein Geständnis ablegen wird, ist aber unklar. Bislang hat er bei Vernehmungen bei der Polizei angegeben, sich nicht an die Tat erinnern.

Laut Anklageschrift soll der Mann in der Nacht vom 7. auf 8. Juni die im Wohnzimmer schlafende Frau zunächst mit einem Kissen bewusstlos und ihr dann mit einem Fleischermesser den Hals aufgeschnitten zu haben. Dann soll er mit einer Decke das Fenster zur Straße verdeckt haben, um die zu dem Zeitpunkt vermutlich bereits tote Frau in den Keller zu tragen und ihr dort dann mit dem Messer in die andere Halsseite zu stechen und sie, wie es in der Anklageschrift heißt, ausbluten zu lassen.

Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt.