1:0 für die Jugend

TRABEN-TRARBACH. Die Traben-Trarbacher Jugendlichen haben endlich ihren Bolzplatz. Er befindet sich neben dem evangelischen Altenzentrum Ida-Becker-Haus im Stadtteil Traben. Für die Verwirklichung hatte sich vor allem der Arbeitskreis Jugendarbeit Traben-Trarbach eingesetzt.

Erwin Haussmann, Erster Beigeordneter der Stadt Traben-Trarbach und Mitglied im Arbeitskreis Jugendarbeit, erhielt am Sonntag ein etwas seltsames Geschenk. Eine Tube Schuhcreme überreichte ihm Armin Surkus-Anzenhofer. "Das ist dafür, weil du dir in den vergangenen Jahren die Schuhe für den Bolzplatz abgewetzt hast", sagte Surkus-Anzenhofer. Er ist als Vertreter der Kirchen in dem Arbeitskreis, Haussmann für die Stadt; hinzu kommen Vertreter aus Vereinen und Schulen. Haussmann hat in der Tat etliche Kilometer abgelaufen, um einen geeigneten Platz zu finden. Haussmann: "Es gibt sicher keinen Quadratmeter in der Stadt, den ich nicht in Augenschein genommen habe." Dass nun das Ida-Becker-Haus ganz spontan eine bislang ungenutzte Wiese kostenlos zur Verfügung stellte, war ein ganz besonderer Glücksfall. Das Grundstück ist groß, es liegt relativ zentral, und es bietet neben dem Fußballfeld noch Platz für zwei Streetball-Körbe und für eine Skater-Anlage mit Halfpipe. Bereits im kommenden Jahr, so hoffen die Mitglieder des Arbeitskreises Jugend, soll die Skater-Anlage errichtet werden. Haussmann: "Das notwendige Geld werden wir schon zusammenbekommen." Die beiden Tore wurden finanziert mit den Spenden, die beim Wohltätigkeitskonzert des Heeresmusikkorps am 1. September eingesammelt wurden. Es ist sogar noch etwas übrig - Geld, dass für weitere Anschaffungen Verwendung finden wird."Eine Frucht der wertvollen Jugendarbeit"

Bei der Einweihung des Bolzplatzes am Sonntagmittag ließ es sich auch Landrätin Beate Läsch-Weber nicht nehmen, ein Grußwort zu sprechen. "Der Bolzplatz ist eine Frucht der wertvollen Jugendarbeit, die der Arbeitskreis Jugend in Traben-Trarbach seit fünf Jahren leistet", sagte die Kreischefin. Sie nannte weitere Jugendprojekte, die in den vergangenen Jahren in Traben-Trarbach verwirklicht werden konnten - darunter Fortbildungsangebote, Jugendkinonächte, die Unterstützung des CVJM beim Betreiben des Jugendcafés Latsch oder die Jugendaktionstage am Moselufer. Der Bolzplatz sei letztlich auch ein hervorragendes Beispiel für ein gutes Miteinander der Generationen. Stadtbürgermeisterin Heide Pönnighaus bedankte sich bei allen Förderern und sprach die Hoffnung aus, dass der Platz zum friedlichen Kräftemessen genutzt werde. Die Jugendlichen hatten übrigens nicht bis zur Einweihung am Sonntag warten wollen. Bereits am Freitag und Samstag hatten sie ihren Platz in Beschlag genommen, kämpften um den Ball und beförderten das runde Leder schon dutzendfach ins Netz.

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