100 Ärzte informieren sich über die Wirkung neuer Medizin

Wittlich · Mit den Auswirkungen neuer, teurerer Medikamente beschäftigte sich die Kreisärzteschaft Bernkastel-Wittlich. Immerhin kamen seit dem Jahr 2000 etwa in der Rheumatologie teurere Medikamente auf den Markt, die große Fortschritte versprachen.

Mit dieser Feststellung begann die Wittlicher Fachärztin für Innere Medizin, Rheumatologie und Sozialmedizin Dr. Marie-Luise Stadelmann ihre Ausführungen über den "Einsatz von Biologika in der Therapie rheumatischer Erkrankungen".
Zuvor hatte Privat-Dozent Dr. med. Thomas Zimmer, Fortbildungsbeauftragter, die rund 100 Ärzte im Konferenzsaal des Hotels Lindenhof in Wittlich begrüßt. Dr. Stadelmann kam zum Schluss, dass trotz teils enorm hochpreisiger Medikamente es in volkswirtschaftlicher Hinsicht zu Einsparungen komme und zwar durch kürzere Krankheits- und Arbeitsunfähigkeitsdauer, weniger Erwerbsunfähigkeitsrenten und weniger stationäre Krankenhausaufenthalte. Die Internistin Iris Trompeter ging auf den Einsatz von Biologika in der Therapie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen ein. Die Behandlungsmöglichkeiten seien durch diese Mittel deutlich verbessert. Als letzter Referent sprach der frühere Chefarzt des Innern im Verbundkrankenhaus und frühere ärztliche Direktor Dr. Thomas Zimmer. "Wir wollen praxisnah den aktuellen Stand der neuen Therapiemöglichkeiten deutlich machen" sagte er. So sei bei Behandlungen wegen Hepatitis C durch die Entwicklung neuer Substanzen der Erfolg regelrecht revolutioniert worden. Mehr als 90 Prozent der Patienten seien heilbar und dies quasi ohne relevante Nebenwirkungen. red