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1000 Mountainbiker stürmen den Gipfel

1000 Mountainbiker stürmen den Gipfel

Radsportfreunde aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland haben am Erbeskopfmarathon der Sportfreunde Thalfang teilgenommen. Das ideale Wetter lockte viele Sportler auch noch kurzfristig in die Mark.

Thalfang. Lange Schlangen beim Erbeskopfmarathon: "Soviele Nachmeldungen hatten wir noch nie", freut sich Stephan Bickler von der Mountainbikeabteilung der Sportfreunde Thalfang. Schließlich begeben sich mehr als 1000 Radfahrer auf die vier anspruchsvollen Strecken über 110, 65, 37 und 30 Kilometer rund um die höchste Erhebung von Rheinland-Pfalz.
Die kürzeste Strecke ist erstmals im Programm und den jugendlichen Startern vorbehalten. Zahlreiche Zuschauer applaudieren den Radlern am Start. Wegen des großen Andrangs muss der Start für die 450 Fahrer des 65 Kilometer langen Halbmarathons sogar um zehn Minuten verschoben werden.
Entlang der Strecke feuern Anwohner und Radsportbegeistere die Mountainbiker an. "Ein Grund für die tolle Stimmung und die hohe Beteiligung ist das wunderschöne Radsportwetter mit strahlendblauem Himmel und Temperaturen von um die 20 Grad gewesen," sagt Moderator Markus Appelmann. "Wir haben viele Starter, die jedes Jahr kommen. Dadurch haben wir trotz der vielen Teilnehmer eine familiäre Atmosphäre", sagt er.
Trotz des optimalen Radsportwetters sind die vier Strecken nicht ohne Tücken. Die heftigen Regenfälle der vergangenen Wochen haben die schotterbedeckten Abschnitte stark ausgewaschen, mahnt Appelmann die Fahrer vor dem Start.
Martin König ist aus dem Telgte (Westfalen) angereist, um zum dritten Mal beim Erbeskopfmarathon teilzunehmen. "Das ist eine richtig geile Landschaft hier", schwärmt er. Robert Busch aus Berlin fährt die 110 Kilometer lange Strecke. Ihm haben es die Streckenführung und die vielen Abfahrten angetan. "Man fährt eine große Runde, nichts ist doppelt", lobt er.
Die Mahnung von Markus Appelmann erfolgt nicht ohne Grund. Die 25 Helfer des Roten Kreuzes hatten viel zu tun. Sie mussten 30 Verletzte versorgen. Fünf Teilnehmer erlitten bei Stürzen Schlüsselbeinbrüche und wurden ins Krankenhaus gebracht. Die anderen erlitten Schürfwunden.