1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

14 Grundschulen in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land bekommen Sekretärinnen

Sekretärinnen sollen unterstützen : Hilfe für Schulleiter

An den 14 Grundschulen in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land werden vom kommenden Jahr an Sekretärinnen stundenweise vor Ort sein, um die Schulleitungen zu entlasten. Die Kosten liegen bei 60 000 Euro pro Jahr.

Seit Jahren und Jahrzehnten ist es immer wieder bei den Gesprächen zwischen der Verwaltung und den Schulleitungen Thema gewesen: Schulsekretärinnen für die Grundschulen, denn die Bürokratie ist dort – wie in vielen anderen Bereichen des öffentlichen Lebens – immer umfangreicher geworden. Bisher hat die Verbandsgemeinde die Schulen mit 1,5 Stellen von der Verwaltung aus unterstützt.

Vom kommenden Jahr an kommen 1,25 Stellen hinzu, die sich auf mehrere Teilzeitstellen aufteilen. Dennis Junk, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, erklärt: „Das Thema wurde immer wieder diskutiert. Zuerst haben wir uns in den Schulen aber den Themen Brandschutz, Toiletten und Digitalisierung angenommen. Die sind jetzt soweit abgearbeitet, dass wir uns mit der Unterstützung der Schulleitungen auseinandersetzen konnten.“

Weiter sagt er: „Wichtig ist uns, dass die Lehrer und die Schulleitungen in erster Linie ihren pädagogischen Aufgaben nachkommen können.“ Das sieht auch Christian Molitor so.

Er ist Schulleiter an der Grundschule in Gladbach. Er berichtet: „Ich bin sehr froh, dass wir Unterstützung bekommen, die dabei hilft, Listen auszufüllen, Akten anzulegen und weiterzuführen. Bisher haben wir schon Entlastung von der Verbandsgemeinde gehabt, beispielsweise bei den Statistiken, die regelmäßig ans Landesamt geschickt werden müssen. Aber auch Schulbescheinigungen oder Meldungen an Ämter kosten immer wieder Zeit, die mir für meine eigentliche pädagogische Arbeit fehlt, für die ich Schulleiter geworden bin.“

Zu den Aufgaben einer Schulsekretärin zählen unter anderem Briefe und Schreibarbeiten, Posteingänge sortieren, Post fertig machen, Rechnungen prüfen, Telefongespräche annehmen, Eltern informieren, wenn ein Kind krank ist und abgeholt werden muss, Schülerlisten verwalten, Speisepläne weiterleiten und vieles mehr. 

Zwischen drei und sieben bis acht Stunden pro Woche sollen die Kräfte jeweils an einer Schule sein. Dabei werden zur Berechnung ein offizieller Schlüssel und die Schülerzahlen der einzelnen Schulen berücksichtigt. In Hetzerath gibt es bereits eine Schulsekretärin, seit dort 2009 ein Ganztagsschulbetrieb eingeführt wurde.

Angefangen hat man mit zwei Stunden, jetzt ist man bei sieben Stunden pro Woche, die wohl leicht aufgestockt werden. Peter Hoffmann, ehemaliger Schulleiter in Sehlem berichtet: „Die Ansprechpartner in der Verbandsgemeinde, die es seit vielen Jahren gibt, waren für uns Schulleiter schon damals ein wichtiger Schritt, der uns sehr weitergeholfen hat. Bei kurzfristig zu erledigenden Dingen, etwa Meldungen an andere Ämter, bei denen es mehr Zeit kosten würde, sie an die Verbandsgemeinde zu schicken, die sich aber zeitlich summieren, ist eine Bürokraft eine sinnvolle Unterstützung.“

Abschließend sagt er: „Wichtig ist dabei aus meiner Sicht, dass sich die Schulleitung einen Teil ihrer Bürostunden auf die Zeit legt, in der die Sekretärin da ist, um sich zu besprechen.“

Die Verbandsgemeinde investiert in die Bürokräfte, die vor Ort in den Grundschulen sind, pro Jahr 60 000 Euro. Zuschüsse gibt es dafür keine. „Danach wurde natürlich gefragt, ob da die ADD oder das Land unterstützen. Aber es sind unsere Kinder, und der Bedarf ist da. Deshalb wollen wir es auch machen“, so Dennis Junk.

In anderen Verbandsgemeinden des Kreises gibt es ebenfalls Schulsekretärinnen, die vor Ort sind: seit 2012 beispielsweise in der Verbandsgemeinde Kröv-Bausendorf und in der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues.