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14-Jährige rettet sich aus brennendem Haus

14-Jährige rettet sich aus brennendem Haus

Erneut ein Wohnhausbrand in einem Moselort: In Neumagen-Dhron hat am Montagmorgen ein Feuer großen Schaden verursacht. Ein 14-jähriges Mädchen schlief in dem Haus, als das Feuer ausbrach. Es konnte sich rechtzeitig retten. Brandursache ist vermutlich ein Kurzschluss an einer Geschirrspülmaschine.

Neumagen-Dhron. Zwei Wohnhausbrände an der Mosel innerhalb von zwei Tagen: Nachdem am Sonntag in Starkenburg ein Haus von einem Feuer komplett zerstört wurde (der TV berichtete), mussten am Montagmorgen die Feuerwehren in Neumagen-Dhron ausrücken, um einen Küchenbrand in einem Haus im Folzerweg zu bekämpfen.

Kurz nach 10 Uhr bemerkt die 14-jährige Tochter, die sich zu diesem Zeitpunkt allein in dem Haus befindet und wegen einer Erkrankung noch im Bett liegt, Brandgeruch. Vater und Mutter sind auf der Arbeit, ihr elfjähriger Bruder ist in der Schule. Die 14-Jährige rennt die Treppe hinab in den ersten Stock und öffnet die Küchentür. Sofort schlagen ihr dicke Rauchschwaden entgegen - die Küche brennt. Sie schlägt geistesgegenwärtig sofort die Tür wieder zu, informiert übers Handy ihren Vater, der in Neumagen-Dhron arbeitet, sowie die Feuerwehr und rennt ins Freie.

Der 46-jährige Vater trifft noch vor der Feuerwehr ein und versucht, von außen mit einem Wasserschlauch das Feuer zu bekämpfen. Als die Feuerwehr eintrifft, brennt die Küche bereits lichterloh. Es besteht sogar Gefahr, dass die Flammen auf das Dachgeschoss überschlagen.

Drehleiter aus Kues kommt nicht zum Einsatz



Auch Einsatzkräfte der Feuerwehr Trittenheim treffen nach der Alarmierung am Brandort ein. Die Feuerwehrmänner bekämpfen mit zwei Angrifftrupps die Flammen. Gegen 12 Uhr ist das Feuer gelöscht. Die vorsorglich alarmierte Feuerwehr Kues kann auf halber Strecke mit ihrer Drehleiter wieder umkehren. Zum Einsatz kommt aber die Wärmebildkamera der Feuerwehr Wittlich, um eventuelle Glutnester aufzuspüren.

Im Einsatz sind 25 Feuerwehrleute aus Neumagen-Dhron und Trittenheim. Den Einsatz leitet der Neumagen-Dhroner Wehrführer und stellvertretende Wehrleiter der Verbandgemeinde, Thomas Kohl. Da sich die Küche über einer Garage befindet, hält sich der Wasserschaden in Grenzen. Die Küche ist aber zerstört, die Hitze bringt sogar die Fenster zum Platzen. Das daneben liegende Wohnzimmer ist verrußt und muss renoviert werden.

Der Sachschaden beträgt rund 40 000 Euro



Nach ersten Schätzungen beträgt der Sachschaden rund 40 000 Euro. Die Polizei vermutet, dass ein technischer Defekt an der Geschirrspülmaschine das Feuer entfacht hat.

Bei dem Brand am Sonntag in Starkenburg geht die Polizei derzeit davon aus, dass eine Verpuffung in einem Holzofen die Brandursache war. Gestern waren Beamte der Kripo Wittlich vor Ort. Das Ermittlungsergebnis steht noch nicht fest. Das Haus ist wegen dem Feuer unbewohnbar geworden. Die 48-jährige Frau und ihr zehnjähriger Sohn wohnen derzeit bei Bekannten in Enkirch.