14 Stationen auf 1500 Kilometern

Auf den Spuren von Nikolaus von Kues soll sich der künftige "Cusanusweg", ein Pilgerweg von Kues nach Rom, bewegen. Initiator ist der Förderverein "Cusanus-Rompilger" mit ihrem Vorsitzenden Erich Schwind. Mitglieder des Fördervereins starten am Donnerstagmorgen, um die Kreuzwegstationen an 14 Standorten in Deutschland, Österreich und Italien den ausgewählten Gemeinden zu überbringen.

Bernkastel-Kues/Rom. Es war ein unglaubliches Projekt, das die Cusanus-Rompilger von April 2006 bis Ostern 2007 verwirklicht haben. Auf einer Strecke von 1500 Kilometern, von Kues bis nach Rom, trug die Pilgergruppe die 14 Kreuzweg-Stationen auf dem Rücken, die Erich Schwind aus Eichenholz geschnitzt hatte. Ein von Papst Benedikt im November 2005 gesegnetes Kreuz führte den Pilgergang an (der TV berichtete mehrfach). Die Gruppe pilgerte auf den Spuren des großen Moselaners Cusanus, der 1401 in Kues geboren wurde, später Bischof von Brixen und päpstlicher Gesandter war und 1464 starb. Seine Gebeine ruhen in Rom, sein Herz wurde auf seinen Wunsch hin in der Kapelle seiner Stiftung, dem St.-Nikolaus-Hospital in Kues, beigesetzt. Es war von Anfang an der Wunsch der Cusanus-Pilger, den Kreuzweg nicht nur einmalig nach Rom zu tragen, sondern einen dauerhaften Pilgerweg einzurichten. Bemühungen, sich Ratschläge bei Fachleuten einzuholen, blieben ohne positive Reaktion, so dass eine Kommission innerhalb des Vereins das Projekt erfolgreich mit Unterstützung von Sponsoren selbst in die Hand nahm. Die achtköpfige Kommission bilden Erich Schwind, das Ehepaar Klaus und Marie Luise Wasmer, Elisabeth Jung, Franz Josef Mertes, Matthias Speder, Matthias Pütz sowie Christa Dillinger als Vertreterin der Stadt Bernkastel-Kues. Dillinger kümmerte sich auch um den gesamten Schriftverkehr bei der Auswahl der Orte, in denen die Stationen den Cusanus-Pilgerweg markieren. Margret Walter und Karl Köpper übersetzen die Texte ins Italienische. Die Kommission wählte Standorte aus, die in der Nähe der Wirkungsstätten von Cusanus liegen. Dort werden die Kreuzweg-Stationen innerhalb geschlossener Kirchenbereiche angebracht. Die ausgewählten Orte fühlen sich sehr geehrt, als Standpunkte des Cusanuswegs eine der Stationen beherbergen zu dürfen. So schrieb Monsignore Carlo Sansonetti, Pfarrer in Attigliano/Italien, wo die 14. Station stehen wird: "Wir werden sie wie ein Reliquie hüten und ihr einen Platz geben, wo jeder in Ruhe vor ihr beten kann". Um 4 Uhr morgens geht es los

Donnerstagmorgen um 4 Uhr geht es los: Dann startet die Abordnung mit Erich Schwind und dem Ehepaar Wasmer, um zwölf der Kreuzwegstationen auf den Weg zu bringen. Ab Brixen wird sie von den beiden Italienisch-Dolmetschern begleitet. Die erste Station bekommt ihren Platz vor dem St.-Nikolaus-Hospital, die zweite voraussichtlich im Kloster Jakobsberg bei Ockenheim. Extra Aufstellplan der Orte in Deutschland, Österreich und Italien, wo die Kreuzwegstationen III bis XIV in der Zeit vom 22. bis 27. Mai angebracht werden: Dazu gehören Marktheidenfeld, Veitsbronn, Markt Indersdorf, Ebenhausen/Schäftlern, Pfons, Bressanone/Brixen, Mori, Moglia, Loiano/Guarda, Figline Valdarno, Chiusi Scalo und Attigliano.