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1500 Besucher am Samstag beim Letzten Markt in Thalfang

Letzter Markt in Thalfang : Nikolaus, Schnee und warme Mützen

Rund 1500 Besucher kommen am Samstag trotz widriger Witterung zum Letzten Markt in Thalfang.

An die Anfänge des Letzten Markts kann sich der Thalfanger Ortsbürgermeister Burkhard Graul nicht mehr erinnern: „Den gibt es schon ewig“, sagt er. Zeitgleich ist aber auch der Weihnachtsmarkt mit einem großen weihnachtlichen Angebot aufgebaut.

So kann man in aller Ruhe frische Marktprodukte und auch schon das eine oder andere Geschenk oder Deko-Artikel für die bevorstehende Weihnachtszeit finden. Diesmal gut eine Woche vor dem ersten Advent. Deshalb war auch der Nikolaus einer der frühesten in der Region. Er scharte im Weihnachtsdorf, das mit 19 Häuschen aufgebaut worden war, schnell Kinder um sich, die alle Geschenke haben wollten. Der Musikverein stimmte dazu mit vorweihnachtlichen Melodien ein.

Drumherum standen 30 weitere Stände, die vor allem viel Wärmendes aus Wolle feilboten. Wer auch die wärmenden Getränke genoss, dem konnte das miese Wetter auch nichts anhaben. Mit einem kurzen Schneegestöber gab es sogar einen Vorgeschmack auf den Winter.

Immer ist beim Letzten Markt die gute Tat zu finden. Beispielsweise bei der Interessengemeinschaft Junger Väter, der bereits im letzten Jahr 1800 Euro für die Neugestaltung des Spielplatzes in der Bergstraße sammelte. Einer der Initiatoren, Boris Mittelbach, erklärt: „Der Spielplatz ist noch nicht fertig. Wir sammeln an unserem Getränkestand für ein weiteres Spielgerät.“ Wie groß das werden wird, muss später die Schlussrechnung zeigen.“

Die Schüler der Realschule plus waren fleißig. Sie gestalteten Weihnachtsdeko. Ihre Lehrer boten es im Weihnachtshäuschen an. Der Erlös des Verkaufs fließt in die Projektwoche zum Thema Rassismus im nächsten Februar.

Das Ziel von Anke Flick aus Hoppstädten-Weiersbach ist an ihrem Stand leicht zu erkennen. Sie gestaltet und strickt leidenschaftlich gern Wollmützen und sorgt so dafür, dass niemandem das Oberstübchen einfriert. Muster und Farben entspringen ihrer Kreativität. Sie stellt fest: „Dieses Wetter ist doch gut für mein wolliges Angebot.“

Rund 1500 Besucher ließen sich vom Wetter nicht abschrecken. Auch nicht Edgar Leonhard aus Thalfang: „Dieser Markt ist eine gute Begegnungsstätte. Da darf man sich vor dem Wetter nicht scheuen.“ Schade nur, dass der Markt immer kleiner wird, hat er beobachtet. „Der Markt ist auch für junge Leute interessant“, findet Birgit Fetzer aus Thalfang. Allein schon wegen der Gesellschaft: „Es wäre sehr traurig, wenn es ihn nicht mehr gäbe.“

Und noch einen guten Grund gibt es, zum Markt zu kommen: Die gefüllten Klöße der Senioritas! „Viele Besucher kommen nur deswegen“, sagt Anette Paulus mit Stolz. Es sei halt die besondere Würze der Sauce und eine Speise wie früher. Das schmeckt!

Und es gab ein Rockkonzert, organisiert von den Sportfreunden. War es das letzte? Es herrschte eine großartige Stimmung am Samstagabend“, sagt der Kassenwart der Sportfreunde, Uwe Zender. Allein die Besucherzahl von 370 macht den Veranstaltern Sorgen. „Die Konkurrenzveranstaltungen ringsum wurden immer zahlreicher“, bedauert er. Als die Konzertreihe 1991 begann, sei das noch anders gewesen. Alles werde immer teurer, die Bands und auch die Getränke. Die Besucherzahl stagniere dabei, das sei das Problem der Sportfreunde in Thalfang. Jetzt werde zuerst Kassensturz gemacht und dann entschieden, ob es im nächsten Jahr wieder ein Rockkonzert nach dem Markttag gibt.