1600 Teilnehmer bei Wittlicher Firmenlauf

Freizeit : „Die Atmosphäre ist der Knaller“ - 1600 Teilnehmer bei Wittlicher Firmenlauf

Die Stimmung entlang der gut fünf Kilometer langen Strecke hat  am Mittwochabend die Teilnehmer des siebten Bungert-Firmenlaufs in Wittlich begeistert. Mehr als 1600 Läufer erreichten meist freudestrahlend das Ziel.

Sommer, Sonne, zu warm zum Laufen? Nicht beim Bungert-Firmenlauf in Wittlich. Trotz Schwimmbadtemperaturen machten am Mittwoch viele Hundert Berufstätige den Feier- zum Laufabend. Sonne und Wärme, ideal für Weintrauben, dachten sich Juliane Schmidt, Sitta Piedmont, Lucas Kappes und Markus Heil. Das Quartett vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel pustete Dutzende grüner Luftballons auf, heftete sich diese ans Lauftrikot, fertig waren die laufenden Trauben. „Wir sind die Turbotrauben“, erklärte Heil lachend. Man suche jetzt das Team der Steillagenhelden. Würde ja passen. So lange hin sei es ja nicht mehr bis zur Weinlese.

Alles andere als bierernst ging es beim Wittlicher Firmenlauf zu. Natürlich gab jeder sein Bestes, um seine Mannschaft möglichst weit nach vorne zu bringen. Denn nicht das einzelne Resultat, das Team zählt. Die Laufzeiten jedes der jeweils vier Mitglieder wurde  addiert und so eine Wertung in den Kategorien Frauen, Männer und Mixed erstellt. Das Team Active aus Bernkastel-Kues bei den Frauen, die VVR-Bank in der Mixed-Wertung und Ideal Standard bei den Männern waren  diesmal die Sieger. Am schnellsten nach etwa 5,1 Kilometern im Ziel waren die aus Landscheid stammende Isabel Schönhofen und Oliver Ewen aus Zell. „Wenn man zu Hause gewinnt, ist es einfach ein noch schöneres Gefühl zu siegen. Wenn so viele Leute rufen: ,Schneller und super machst du das’“, erzählt die erfahrene Wettkampfläuferin Schönhofen, dass der Firmenlauf immer wieder etwas Besonderes für sie ist.

Wichtiger als Siege, Platzierungen und Zeiten ist aber, dass der Gemeinschaftsgeist gestärkt wird. Firmenlauf-Debütantin Anne-Kathrin Borns von der Wittlicher Meistermann-Grundschule hatte zwischendurch einen Durchhänger – aber Helena Kampka blieb an ihrer Seite. „Sie hat mich einfach mitgezogen“, sagt Borns. „Man motiviert sich gegenseitig. Ich habe gesagt: Komm‘, du schaffst das. Wir haben schon die Hälfte“, erklärt Kampka, wie sie ihrer Kollegin über das Tief hinweg geholfen hat.

Diese ist restlos begeistert von der Atmosphäre: „Super, fantastisch. Ich habe nicht erwartet, dass so viel am Streckenrand los ist und dass das Publikum einen so trägt. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, wenn alle jubeln. Man fühlt sich unglaublich gut, wenn man da durchläuft.“ Sabine Goethner schließt sich an: „Die Atmosphäre ist der Knaller – und hinterher noch die Live-Musik! Wir kommen extra für den Lauf aus Idar-Oberstein, aber unsere Zentrale ist in Wittlich“, sagt die bunt kostümierte Läuferin. „Es ist immer voll cool, dass die Leute einen so anfeuern und überall jemand steht“, sagte Anja Scheer, die zum dritten Mal mitläuft. Die kleine Streckenänderung durch die Herausnahme des Schlossbergs (statt dessen ging es die Burgstraße hoch an der Schlossgalerie vorbei zurück zum Ziel am Eventum) begrüßte sie. Das ließ sich noch besser laufen.

Viel Spaß haben die Turbotrauben vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum. Foto: Holger Teusch

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