18. Erbeskopf-Marathon startet am Sonntag

Sport : Biken mitten in der Natur

Der Marathon rund um den Erbeskopf erreicht immer größere Dimensionen. Am Sonntag startet die 18. Auflage.

Die Herausforderung wartet in Form des höchsten Gipfels des Landes Rheinland-Pfalz. Und das – wer es denn unbedingt so haben möchte – bereits ab sechs Uhr morgens. Denn um diese Zeit, wenn die Hähne zum ersten Mal gekräht haben, gehen die Hardcore-Biker beim Erbeskopf-Marathon am Sonntag, 14. Juli an den Start. Und das über eine Strecke von 175 Kilometern.

Für Organisationsleiter Thorsten Rode und sein Team von der Abteilung Mountainbike der Sportfreunde Hochwald  steht schon seit Wochen und Monaten wieder viel Detailarbeit bei der Streckenplanung, aber auch bei der Zusammenstellung der vielen Helfer, dem Ordnungs- und Sicherheitsdienst, auf dem Plan:

„Natürlich haben wir auch Erfahrungswerte aus den vergangenen Jahren, auf die wir zurückgreifen können. Aber in jedem Jahr ist immer irgendwas anders. Es kommen Neuerungen hinzu. Man will ja auch neue Anreize setzen, die vielleicht im Vorjahr schon angeregt worden waren.“

„In diesem Jahr“, so sagt er mit einem Schmunzeln, „wird der Erbeskopf-Marathon volljährig.“ Will heißen: 18 Jahre machen die Thalfanger das jetzt schon. Und die Dimensionen werden immer riesiger: Das Streckenangebot wächst, die Teilnehmerfelder explodieren schier. Im vergangenen Jahr waren es mehr als 700 Starter. „Der Boom ist ungebrochen. Und wer es einmal ausprobiert hat, der möchte sich dann auch oft mit seinesgleichen messen.“

Und dennoch: Der bunte „Schwarm der Stock-und-Stein-Radler“ soll nicht einfach wild auf die Natur losgelassen werden. „Deswegen, so sagt er, „haben wir auch die Streckenverläufe im Vergleich zu denen der Vorjahre zum Teil erheblich abgeändert.“ Beispielsweise wurde – je nach Distanz und Altersklasse oder Geschlecht – der Trailpark Erbeskopf mit in den Streckenverlauf eingebunden.

„Vor allem aber stehe man bedingungslos im Einklang mit den Naturschutzbestimmungen und der Verwaltung des Nationalparks Hunsrück. Gemeinsames Ziel mit der Nationalparkverwaltung sei es, „Naturschutz, Sport und Spaßfaktor miteinander in Einklang zu bringen.“

Besonders stolz ist man darauf, dass mit Ausnahme des Start- und Zielbereiches in Thalfang „keine Strecken doppelt befahren werden.“ Auch die abwechslungsreiche Landschaft sei mit ein Grund dafür, dass die Beliebtheit der Veranstaltung immer größer werde.

Am anspruchsvollen Profil der Strecken ändert das aber nichts. Das geht los bei Jugend- und Einsteigerkursen ab 30 Kilometer, führt über Halbmarathon (63 Kilometer), Marathon (110 Kilometer) bis hin zum Ultra-Marathon über 175 Kilometer. Im regelmäßigen Abstand werden bis um 11 Uhr die jeweiligen Starterfelder in geschlossenen Gruppen auf die Reise mit den wuchtigen Profilstollen geschickt.

Zum Mountainbiken, wenn es dann auch noch sportlichen Wettbewerbs-Charakter hat, gehören auch Stürze. Und die können bei Steigungen, Abfahrten mit Schlingpflanzen oder Baumwurzeln auch schon einmal zu schweren Prellungen oder diversen Brüchen führen. Deswegen ist für das Veranstalterteam „Sicherheit oberste Priorität“, wie Rode sagt. Die Teilnehmer werden mit GPS-Daten ausgestattet in das Erbeskopf-Gebiet geschickt, damit ja auch keiner im Falle eines Sturzes durchs Raster falle und nicht wieder auffindbar sei.

Ohne ehrenamtliche Helfer an den Verpflegungsstationen, aber auch ohne Sanitäter, Retter, Ärzte von entsprechenden Hilfsorganisationen sei der Angriff auf den höchsten Gipfel des Landes nicht zu bewerkstelligen. Auch dann nicht, wenn er in diesem Jahr volljährig wird.

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