200 Jahre Eisernes Kreuz

Im Mittelpunkt einer Sonderausstellung im Birkenfelder Landesmuseum steht das Eiserne Kreuz. Gezeigt werden Varianten des Ordens. Die historische Entwicklung sowie seine soziale Rolle sind zudem dort thematisiert.

Birkenfeld. Thomas Fritsch hat seine Eiserne-Kreuz-Sammlung dem Birkenfelder Museum zur Verfügung gestellt. Er wird ein Einführungsreferat zum Thema halten. Die Sonderausstellung im Birkenfelder Landesmuseum wird am Sonntag, 2. Juni, um 14 Uhr eröffnet. Sie ist bis zum 21. Juli zu sehen.
Neben der Präsentation einer Vielzahl an Varianten des Eisernen Kreuzes zwischen 1813 und 1957 geht es in der Ausstellung vornehmlich um die Symbolik, die soziale Rolle und den Wandel im Laufe der Neustiftungen.
Persönliche Lebensläufe


In den Befreiungskriegen 1813 bis 1815 zum Symbol vaterländischer Einigkeit und Treue erkoren, wird das Eiserne Kreuz im deutsch-französischen Krieg 1870/71 im Zeichen der nationalen Einigung erneuert. Während des Ersten Weltkrieges als Zeichen des Widerstandes gegen eine Welt von Feinden zum "Konsumgegenstand" degradiert, wird es zuletzt im Nationalsozialismus zum Gegenstand einer rassistisch geprägten Weltanschauung. Propagandistisch ausgenutzt, diente es der Stärkung der NS-Kampfmoral. Auch die Bedeutung des Eisernen Kreuzes in der Bundesrepublik Deutschland seit 1957 wird beleuchtet.
Zahlreiche Tafeln erläutern die historische Entwicklung des ursprünglich königlich-preußischen Ordens. Die verschiedenen Etappen der Ordensstiftung werden mittels persönlicher Lebensläufe verdeutlicht; so durch den eines Ritters des Eisernen Kreuzes der Befreiungskriege und den eines 14-jährigen Hitlerjungen.
Urkunden, Trägerfotos, Memorabilien und Patriotika vervollständigen die Ausstellung. red
Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag, 10 bis 12.30 und 13.30 bis 17 Uhr; Freitag 10 bis 12.30 und 13.30 bis 15 Uhr; sonntags 14 bis 17 Uhr; an Feiertagen geschlossen; Termine für Gruppen und Schulklassen nach Absprache; Archiv und Bibliothek: dienstags 15 bis 1 Uhr
Kontakt: Friedrich-August-Straße 17, 55765 Birkenfeld, Telefon 06782/ 98345745; E-Mail: info@landesmuseum-birkenfeld.de; www.landesmuseum-birkenfeld.de