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2019 rücken die Bagger in Kues an - Zwei Millionen Euro Investition

2019 rücken die Bagger in Kues an - Zwei Millionen Euro Investition

Die Cusanusstraße ist eine Hauptverkehrsader in Bernkastel-Kues. Und sie muss dringend repariert werden. Nicht nur der Straßenbelag, auch das Kanalsystem ist marode. Stadtbürgermeister Wolfgang Port hat in der Stadtratsitzung am Donnerstag informiert, wann es losgeht.

Bernkastel-Kues. Besonders im Berufsverkehr ist auf der Cusanusstraße viel los. Pendler von Wittlich nutzen sie, um in Richtung Morbach weiterzukommen, Lieferanten zu den benachbarten Einkaufsmärkten sind dort unterwegs und natürlich auch die Einheimischen. Denn die Cusanusstraße ist schließlich die Hauptverkehrsader in Kues.
Bis zu 12 000 Fahrzeuge nutzen sie täglich. Das ist eine hohe Verkehrsfrequenz für eine Stadt dieser Größenordnung. Zum Vergleich: In Trier fahren über den Alleengürtel knapp 20 000 Fahrzeuge täglich. Aber die Straße in Kues ist in die Jahre gekommen - und mit ihr die darunterliegenden Kanalrohre.

Stadtbürgermeister Wolfgang Port erläutert bei der Stadtratsitzung: "Der Kanal muss bei der Sanierung der Straße ebenfalls repariert werden, denn er ist bereits über 60 Jahre alt." Und dieser Kanal ist auch der Knackpunkt. Nach der Begehung mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier stand fest, dass wegen des Kanalausbaus die Arbeiten voraussichtlich zwei Jahre lang dauern werden und dieser Ausbau nur bei Vollsperrung der Fahrbahn in beide Richtungen erfolgen kann.

"Wir werden das Problem zwei Jahre lang haben. Es liegt dabei nicht an der Straße, die in einigen Monaten zu machen wäre. Das Problem ist der Kanal. Da wird die Stadt zwei Jahre lang Kopf stehen", sagt Port. Das Vorhaben wird voraussichtlich zwei Millionen Euro kosten. Um die Anlieger nicht zu stark zu belasten, sollen mehrere Bauabschnitte eingerichtet werden, so Port weiter. Außerdem ist eine Umgehung des Kreisels vorgesehen.
Nach der Reparatur sollen neben den beiden bereits vorhandenen Zebrastreifen zwei bis drei Querungshilfen eingerichtet werden, besonders auf der Höhe der Sparkasse und des Aldi. "Das haben sich viele Bürger gewünscht", sagt Port. Zudem verspreche man sich davon auch eine Verkehrsberuhigung. Die Kosten für den Straßenbau übernimmt der LBM, Kosten für den Kanalbau zahlen die VG-Werke, und die Querungshilfen gehen auf Kosten der Stadt. "Wie hoch die jeweiligen Anteile sind, lässt sich noch nicht sagen", erklärt Port.

Der Bereich, der saniert werden soll, beginnt am Brückenkopf und endet an der Asphaltnaht an der Einfahrt des Lidl-Geländes - das sind rund 800 Meter. Bereits vorher soll die Ampelanlage am Schulzentrum erneuert werden. Diese ist noch von einer Zeitschaltuhr gesteuert und soll sich künftig dem Verkehrsaufkommen anpassen. "Dann muss da auch mitten in der Nacht keiner mehr bei freier Straße minutenlang an der roten Ampel warten", sagt Port. Eine erste Bürgerinfo soll bereits im Frühjahr 2017 erfolgen. hpl