23 Jahre in Amt und Würden

LONGKAMP. Am 24. Juni wird in Longkamp ein neuer Ortsbürgermeister gewählt. Nötig wird dies, weil Hans Herrmann sich wie angekündigt ins Privatleben zurückzieht.

Hans Herrmann, Bürgermeister der Gemeinde Longkamp, hat am Montagabend offiziell seinen Rücktritt zum 31. März bekannt gegeben. Überraschend kam dieser Schritt nicht. Herrmann hat bereits bei seiner Wiederwahl im Jahr 2004 angekündigt, nicht für die volle Legislaturperiode zur Verfügung zu stehen. Es seien in erster Linie gesundheitliche und familiäre Gründe, die ihn zu diesem Schritt bewogen hätten, sagte er in der Sitzung des Gemeinderates. Franz-Josef Klingels, der erste Beigeordnete, überreichte Herrmann die Entlassungsurkunde. Klingels wird ab dem 1. April die Amtsgeschäfte leiten. Die Neuwahl terminierte der Gemeinderat auf den 24. Juni. An diesem Tag findet auch die Bürgermeisterwahl in der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues statt (der TV berichtete). Die Verdienste von Hans Herrmann werden noch in einer eigenen Feierstunde gewürdigt. Der 67-Jährige, der seit 23 im Amt und damit der dienstälteste Bürgermeister in der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues ist, ließ aber am Montag schon einmal seine Amtszeit Revue passieren. "Ich habe versucht, das Amt zielstrebig, objektiv und gewissenhaft zu führen und dafür den größten Teil meiner Freizeit geopfert. Ob und inwieweit mir das gelungen ist, mögen die Bürger beurteilen", sagte er. In den 23 Jahren seien nahezu acht Millionen Euro investiert worden - in erster Linie in Straßen, Sportstätten und Dorferneuerung. Dies sei möglich gewesen, weil in all den Jahren gute Sacharbeit betrieben worden sei. "Es gab niemals Streit oder persönliche Auseinandersetzungen während der Sitzungen. Das zeichnet unsere Gemeinde besonders aus", betonte er. Es sei eine Ehre, so lange Longkamper Bürgermeister sein zu dürfen. "Du hat in diesen 23 Jahren sehr viel bewegt", sagte Franz-Josef Klingels. Der erste Beigeordnete hätte es gerne gesehen, wenn Herrmann bis zum Ende der Legislaturperiode im Amt geblieben wäre. Doch er habe Verständnis dafür, dass sich Herrmann nach 23 Jahren etwas mehr Ruhe gönnen wolle. "Der Wechsel stellt einen erheblichen Einschnitt dar", sagte Ulf Hangert, Bürgermeister der VG Bernkastel-Kues. "Sie haben die Gemeinde nicht nur mitgestaltet, sondern mitgeprägt", lobte er. Hans Herrmann hinterlasse ein gut bestelltes Feld und eine intakte Gemeinde.