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29 neue Baugrundstücke entstehen in Landscheid

Dorfentwicklung : Mehr Platz für Familien: In Landscheid entstehen 29 neue Baugrundstücke

Ein Investor macht es möglich: In der Mehrortgemeinde soll im Bereich „Auf´m Maarflur“ ein neues Baugebiet entstehen.

Es gibt in Landscheid einen großen Bedarf an Baustellen, wie Ortsbürgermeister Michael Comes während der vergangenen Gemeinderatssitzung, zu der 30 interessierte Besucher in die Eifellandhalle gekommen waren, erklärt. Etwa alle zehn Tage kämen Anfragen zu Baustellen. Dem soll Abhilfe geschaffen werden. Zwei Investoren wollen „Auf´m Maarflur“ Wohnraum für den Eigenbedarf schaffen. Das Gelände ist 3,6 Hektar groß und es sollen 29 Grundstücke darauf entstehen, so ein erster Gestaltungsentwurf des Bitburger Ingenieurbüros Ralf Karst. Mit einem Grundstückskauf wird die Verpflichtung in den nächsten drei Jahren mit dem Bau zu beginnen, verbunden sein. Interessenten können sich über eine E-Mail-Adresse auf zwei Grundstücke bewerben. Zur Preisorientierung gab einer der Investoren einen Preis von 100 Euro pro Quadratmeter an.

Momentan ist das Gelände „Auf’m Maarflur“ Ackerland, das Privatpersonen gehört. Einen Teil der Fläche bringt auch die Gemeinde ein. Der Investor würde den jetzigen Besitzern das Land abkaufen, die Erschließung und Einteilung der Grundstücke durchführen und sich schließlich um die Vermarktung kümmern. Die Kosten der Erschließung trägt der Investor. Die Gemeinde hat das Planungsrecht und kümmert sich deshalb um die Planaufstellung. Die bezahlt ebenfalls der Investor.

Die Vorgehensweise, dass ein Investor und nicht die Gemeinde ein neues Baugebiet erschließt und umsetzt, ist nicht ungewöhnlich. Günter Reis, der bei der Gemeinderatssitzung von Seiten Verbandsgemeinde Wittlich-Land vor Ort war, erklärt: „Das haben wir nicht nur in Landscheid, sondern das hatten wir schon in Hetzerath, Salmrohr, Sehlem oder Esch. Dort hat das gut funktioniert.“ Ortsbürgermeister Michael Comes berichtet: „Bisher hat die Gemeinde an den Baugebieten kaum etwas verdient.“ Denn man wollte jungen Familien die Gelegenheit geben, ein Grundstück im Ort zu kaufen. Deshalb habe man zum Selbstkostenpreis verkauft. Weiter sagt er: „Im Baugebiet ,Im Seibel’, das die Gemeinde selbst erschlossen hat, hatten wir 41 Euro Selbstkosten pro Quadratmeter und wir haben es für 43 Euro pro Quadratmeter verkauft.“ Für die Gemeinde hat das Engagement der Investoren den Vorteil, dass es neue Baustellen im Ort gibt. Für die angrenzenden Anlieger des neuen Baugebiets, gibt es die Gewähr, dass sie für die Erschließung nicht zahlen müssen. Im Sommer 2022 wollen die Investoren alle Planungen abgeschlossen haben und mit der Erschließung beginnen.