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3000 Menschen kaufen beim letzten Markt ein

3000 Menschen kaufen beim letzten Markt ein

Viele Besucher und Anbieter haben bei guten Wetterbedingungen für einen lebendigen Thalfanger letzten Markt gesorgt. Der Weihnachtsmarkt hat sich vom Villeneuver Platz bis ins Haus der Begegnung erstreckt. Einige Besucher gingen hungrig nach Hause: keine Würstchen, keine Pommes.

Thalfang. Eine Veranstaltung aus Tradition: Auch in diesem Jahr lockte der traditionelle letzte Markt bei trockenem Wetter zahlreiche Besucher nach Thalfang. Die Händler boten an 56 Ständen eine breite Auswahl an Waren verschiedener Art, wobei die Anbieter von Textilien klar in der Überzahl waren. Mützen, Socken, Winterjacken, Pullover, Hosen, Unterwäsche - sowohl Herren als auch Damen konnten sich vom Scheitel bis zur Fußsohle neu einkleiden. Hinzu kamen einige Stände mit Lederwaren sowie mit Küchengeräten und Putzartikeln.
Viele Stände, kaum Essen


Direkt am Villeneuver Platz waren die neun Hütten des gleichzeitig stattfindenden Weihnachtsmarktes aufgestellt. Hier befand sich auch eine kleine Bühne, auf der der Musikverein Thalfang spielte und Kinder der Thalfanger Grundschule sangen und Flöte spielten.
In diesem Jahr tummelten sich zahlreiche Besucher auf den beiden Märkten. Der Thalfanger Bürgermeister, Burkhard Graul, schätzte, dass 3000 Menschen über den Thalfanger letzten Markt mit Weihnachtsmarkt geschlendert sind. Vor den Hütten des Weihnachtsmarktes trafen sich viele Märker, um mit Bekannten einen Glühwein zu trinken oder eine Waffel zu essen und dabei ein wenig zu plaudern.
Erstmals seit einigen Jahren war das Haus der Begegnung wieder in den Weihnachtsmarkt integriert. Hier boten sieben Kunsthandwerker ihre Produkte an, bastelte Cornelia Hohenleitner-Backes mit Kindern Weihnachtsmobiles aus Tonsternen und Naturmaterialien und ließen sich zahlreiche Personen zu Kaffee und Kuchen nieder.
Viele Besucher bemängelten allerdings das geringe Essensangebot auf dem letzten Markt. Würstchen oder Pommes? Fehlanzeige. Lediglich die Märker Senoritas boten an ihrem Stand eine Kürbissuppe an. Die Sängergemeinschaft Bäsch organisierte kurzerhand einen Topf und verkaufte Brühwürstchen. Gereicht hat dies offenbar nicht: Einige Besucher, die hungrig auf den Weihnachtsmarkt kamen und dort essen wollten, gingen nach Aussage einer Geschäftsfrau, die ungenannt bleiben wollte, vorzeitig nach Hause. Bürgermeister Graul sagte, man habe einen Imbissbetrieb ausgeschrieben, aber niemand habe sich gemeldet.
Der Weihnachtsmarkt fand im Gegensatz zu den Vorjahren lediglich am Samstag statt. Graul begründete dies mit dem hohen Arbeitsaufwand, außerdem mache man dem nahe gelegenen Dhronecken mit seiner Burgweihnacht keine Konkurrenz mehr. Zudem bieten die Standbetreiber des letzten Marktes lediglich samstags ihre Waren an, so dass ein Besuch in Thalfang am Sonntag weniger attraktiv gewesen war. Aus diesem Grund hatten die Thalfanger Geschäfte in diesem Jahr auf einen verkaufsoffenen Sonntag verzichtet, da ohne den Weihnachtsmarkt das Rahmenprogramm fehle, sagte Graul. cst