320 Mitarbeiter müssen gehen

Nach monatelangen Verhandlungen über einen Sozialplan steht fest, dass das Glunz-Spanplattenwerk in Kaisersesch (Kreis Cochem-Zell) zum 1. November geschlossen wird. 320 Mitarbeiter sind betroffen.

Kaisersesch. (dpa/lrs) In rund vier Wochen ist das Glunz-Spanplattenwerk in Kaisersesch Geschichte. Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter hätten sich am vergangenen Donnerstag auf einen Interessenausgleich und einen Sozialplan für die rund 320 Mitarbeiter des Werkes geeinigt, teilte die Glunz AG gestern mit. Das Werk werde im Oktober in mehreren Stufen stillgelegt. Die Anlagen zur Spanplatten-Herstellung ruhten bereits.

Die Mitarbeiter seien am Freitag bei einer Betriebsversammlung über die Einigung informiert worden. Der Sozialplan beinhaltet nach Mitteilung des Unternehmens Abfindungen und die Schaffung einer sogenannten Transfergesellschaft. Sie solle den Beschäftigten helfen, sich neu auf dem Arbeitsmarkt zu orientieren, und sie in eine neue Anstellung vermitteln. Wer dieses Angebot nicht annehme, scheide ohne Übergang zum 31. Oktober aus dem Unternehmen aus.

Es gebe keine guten Sozialpläne, sagte Reiner Göbel von der Industriegewerkschaft (IG) Metall Koblenz laut einer Mitteilung. Die Arbeitnehmervertreter hätten aber das durchgesetzt, was in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation möglich gewesen sei.

Glunz fährt seit April angesichts von Absatzrückgängen und Überkapazitäten Kurzarbeit.