3288 Straftaten und eine hohe Aufklärungsquote

Die Polizeiinspektion Wittlich hat 2009 fast genauso viele Straftaten registriert wie im Vorjahr. Es waren 3288. Das Gros der Fälle machen nach wie vor die Diebstähle aus, deren Zahl allerdings zurückgegangen ist. Dafür wurden mehr Rauschgiftdelikte und Sachbeschädigungen gezählt. Die Aufklärungsquote liegt nach wie vor deutlich über dem Landesschnitt.

Wittlich. (red/noj) 3288 Straftaten hat die Polizei Wittlich 2009 registriert. Im Vorjahr sah es kaum anders aus, da waren es nur zwei Fälle mehr. Zuständig ist die Polizeiinspektion (PI) für die Stadt Wittlich, die Verbandsgemeinden (VG) Wittlich-Land, Manderscheid und Teile der VG Kröv-Bausendorf. In diesem Bereich leben rund 56 000 Menschen. 71,9 Prozent (Vorjahr 71,6) der bekannt gewordenen Delikte hat die Polizei 2009 aufgeklärt. Damit liegt die PI Wittlich deutlich über dem Landesschnitt von 62,3 Prozent.

Körperverletzung: Die Gesamtzahl der Körperverletzungen ist mit 354 gegenüber 371 aus dem Vorjahr leicht rückläufig. Insbesondere die gefährlichen Körperverletzungen, zu denen beispielsweise die Verwendung von Waffen gehört, sanken von 113 Fällen im Vorjahr auf 82 Fälle (Vorjahr 113). Dies entspricht einem Rückgang um mehr als 27 Prozent.

47 (Vorjahr 61) dieser Taten ereigneten sich auf öffentlichen Plätzen. "Die Bekämpfung der Gewaltdelikte im öffentlichen Raum hat offensichtlich Wirkung erzielt", sagt Harald Licht, der Leiter der PI Wittlich. Die Strategie, Feste konzeptionell zu begleiten, Störer mit Aufenthaltsverboten zu belegen und gezielt anzusprechen, solle konsequent weiterverfolgt werden. Die Aufklärungsquote bei den Körperverletzungsdelikten bewegt sich mit 93,2 Prozent nach wie vor auf sehr hohem Niveau.

Auch die Fälle von Gewalt in engen sozialen Beziehungen sind zurückgegangen. In 109 Fällen ermittelte die PI Wittlich, im Vorjahr waren es noch 118. Bei 64 davon handelte es sich um Körperverletzungsdelikte (Vorjahr 74).

In diesen Fällen reagierte die Polizei mit Annäherungs- und Kontaktverboten, um die Opfer zu schützen.

Diebstahl: Auch bei den Diebstahlsdelikten sind die Fallzahlen im Bereich der PI Wittlich zurückgegangen. Waren es im Jahr 2008 noch 1016 Eigentumsdelikte, so ging die Zahl 2009 auf 830 Fälle zurück. Dies entspricht einer Reduzierung um 18,3 Prozent. Rund 36 Prozent der Täter konnten ermittelt werden. Besonders bei den Einbrüchen registrierte die Polizei einen Rückgang von 50 auf 291 Fälle. Die Aufklärungsquote beträgt trotz einer leichten Steigerung nur 24,4 Prozent.

Sachbeschädigungen: Eine gegenläufige Entwicklung meldet die Polizei bei den Sachbeschädigungen. Diese nahmen 2009 um 51 auf 355 Fälle zu. Vor allem Fahrzeuge waren dabei betroffen. Der Vandalismus nahm um 38 Prozent auf 156 Straftaten zu. Trotz ansteigender Fallzahlen gelang es, nahezu jeden zweiten Täter zu ermitteln. Dabei kamen der Polizei häufig Hinweise aus der Bevölkerung zugute.

Rauschgift: Die Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität genießt auch bei der Polizei Wittlich eine hohe Priorität. Hier wurde eine Steigerung um fast 25 Prozent auf 362 Fälle (Vorjahr 290) festgestellt. Die Polizei ist davon überzeugt, dass ihre intensiven Ermittlungen und Kontrollen zum Anstieg der Fallzahlen führten, da die Delikte weder von Dealern noch Konsumenten angezeigt werden. Die Aufklärungsquote ist mit 96,7 Prozent entsprechend hoch. Erklärtes Ziel sei es, den Kontrolldruck auch in Zukunft auf hohem Niveau zu halten, sagt Harald Licht.

Tatverdächtige: 1568 (Vorjahr 1633) Tatverdächtige wurden ermittelt, davon 61 (42) Kinder und 169 (155) Jugendliche. 79,5 Prozent dieser Personen sind männlich, 53,6 Prozent hatten ihren Wohnsitz in der Tatortgemeinde, nur 2,9 Prozent wohnten nicht in Deutschland. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen ist leicht auf rund 14 Prozent angestiegen.

Eine Reportage zur Arbeit der Kriminalpolizei Wittlich lesen Sie auf