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350 Oldtimer von den frühen 1930er Jahren bis in die Youngtimer-Ära bereicherten in diesem Jahr das Treffen des MTC Thalfang

Hobby : Mein liebes altes Blech

350 Oldtimer von den frühen 1930er Jahren bis in die Youngtimer-Ära bereicherten in diesem Jahr das Treffen des MTC Thalfang.

„Der ist noch drei Jahre älter als ich. Und ich bin Jahrgang 1934!“ Mit sichtlichem Vergnügen und unverhohlenem Besitzerstolz entstieg der alte Herr am Samstag seiner rollenden Schatztruhe, die ihn in angemessen gemächlichem Tempo von Heidenburg nach Thalfang gebracht hatte:

Ein unfassbar schöner Ford Type A Tudor de Luxe, Baujahr 1931. Ein wahres Prachtexemplar an Automobil.  „Aber der gehört nicht mir, der gehört meinem Sohn“,  wies Helmut Stein gleich darauf hin, dass er nur an diesem Tag wohl „ausnahmsweise“ das blank geputzte 88 Jahre alte Unikat bewegen durfte.

Zur 14. Auflage des markenoffenen Old- und Youngtimer-Treffens des MTC  (Motor- und Touristikclub) Thalfang nämlich. Die Gala des alten Blechs auf dem weitläufigen Grün des Thalfanger Gesundheitszentrums hat sich längst einen Namen gemacht bei den Oldtimerfreunden.

Und nicht nur bei den Fahrern und Besitzern des viel gepriesenen Garagengolds. „Wir sind stolz darauf, dass auch immer mehr Leute kommen, die die Autos, die zu uns kommen, einfach nur bewundern wollen. Obwohl sie selbst kein altes Fahrzeug besitzen“, erklären Gregor Großmann und Bernd Pfeiffer vom Vorstand der Thalfanger Motorsportfreunde gleichermaßen.

Drei Tage lang, von Freitag bis Sonntag war es ein reges Kommen und Gehen von Fahrzeugen, von Fahrerinnen und Fahrern, von Menschen, die einfach nur Spaß und Freude an bildschönem, gut erhaltenem technischen Kulturgut haben.  Und der Thalfanger Verein macht sich jede Menge Arbeit bei der Vorbereitung dieses Familienfests der Oldtimerfreunde.

„144 Mitglieder hat unser Verein. Rund 100 davon sind eingespannt, damit hier vorher und an den drei Tagen des Treffens alles in geregelten Bahnen abläuft.“

70 Kuchen alleine wurden gebacken für das kulinarische Angebot. „Von Mitgliedern aus dem Verein, aber wir haben auch viele Spenden bekommen.“  Jedes Fahrzeug erhält einen Aufkleber, ein Datenblatt, das seine Geschichte ausweist: Hersteller, Typ, Baujahr, technische Daten.

Die  Besucher sind interessiert, studieren die Info-Blätter diskutieren miteinander, tauschen sich aus.

Rund 350 Autos sind es an diesem Wochenende. „Viele Besucher kommen auch, weil sie Tipps für Ersatzteile oder Reparaturen haben möchten. Aber wir sind kein Basar“, sagen die Beiden. Einer der Höhepunkte des Treffens ist der Korso aller Teilnehmer am Samstagnachmittag durch den westlichen Hochwald. „Überall in den Dörfern bleiben die Menschen stehen und  applaudieren auch oft.“

Kein Wunder bei Preziosen wie einem alten italienischen Siata. Ein Hersteller, der eng mit Fiat verbunden war und vor allem durch den Roadster Siata Spring (52 PS) aus den 1960er Jahren Bekanntheit erlangte.

Doch neben ganz seltenen Unikaten wie einem Auto Union DKW aus dem Jahr 1936 oder Zündapp-Seitenwagen auf Kompressor-Basis aus den späten 1940ern gab es auch die vielen „normalen“ Oldtimer, die von ihren Besitzern liebevoll gepflegt wurden. Ford Capris, Alfa Giulia,  VW Golf I und II, BMW aus der tii-Serie, Karman Ghia (den Viele irrtümlich falsch „dschia“ aussprechen) und, und, und…

Wer in diesem Jahr nicht dabei war und jetzt Lust darauf bekommen hat, sich das doch einmal anzusehen, dem versichern die Frauen und Männer vom MTC Thalfang, die die Veranstaltung alljährlich organisieren: „Unser Treffen bleibt eine ständige Einrichtung. Da beißt keine Maus einen Faden ab.“