360 Weine auf dem Prüfstand

BERNKASTEL-KUES. (red) Der Wettbewerb "Der beste Schoppen" hat ein Umdenken bewirkt: Auch beim "einfachen Wein" setzt sich Qualität durch.

In Bernkastel-Kues fanden die Regionalproben im Wettbewerb "Der beste Schoppen" statt. In der alten Güterhalle wurden in insgesamt acht Proben rund 360 Weine verkostet und bewertet. An den Proben in der Güterhalle beteiligten sich 150 Gastronomen und Winzer. Insgesamt wurden in den Regionalproben des Wettbewerbs, der 1999 startete, im ganzen Anbaugebiet rund 1100 Weine verkostet, die von rund 200 Gastro-Betrieben angemeldet wurden. Verkostet und bewertet wird in sieben Kategorien: Elbling trocken, Weiße Burgundersorten trocken, Rivaner trocken, Riesling trocken, halbtrocken und lieblich, Rotwein trocken. Zugelassen sind zum Schoppen-Wettbewerb ausschließlich Qualitätsweine, keine Prädikatsweine. Diese besten Weine der Regionalproben qualifizierten sich für die Finalprobe in Trier, in der die Siegerweine in den sieben Kategorien gekürt werden. "Das Qualitätsniveau der vorgestellten Weine ist sehr hoch, es gibt nur wenige Weine, die abgelehnt werden", freut sich Ansgar Schmitz von der Weinwerbung. Ein Ziel des Wettbewerbs - den Verbrauchern in der Gastronomie gute Schoppenweine von der Mosel zu bieten - ist damit schon erreicht. Gegenüber den Anfangsjahren hat sich das Qualitätsniveau positiv entwickelt. Das sagen auch Gastronomen und Winzer, die seit Jahren an den Verkostungen teilnehmen. Ziel des Wettbewerbs ist die Qualitätssteigerung der offenen Ausschankweine von Mosel-Saar-Ruwer in der Gastronomie, um dem Gast Orientierung bei der Weinauswahl zu geben sowie Gastronomen und Winzern bei der Absatzförderung zu helfen. Der Dialog von Gastronomie und Weinwirtschaft ist dabei sehr wichtig. Daher nehmen auch die Winzer an den Verkostungen teil. Gastronomen, die sich mindestens drei Jahre lang erfolgreich am Wettbewerb beteiligen, erhalten die Plakette "Haus der Besten Schoppen", die dem Gast als Wegweiser zu ungetrübtem Weingenuss dient.