400 000 Euro für Tourismus

Der Tourismus ist bedeutend für die Region, kostet aber auch Geld. Dass man erst investieren muss, um Wertschöpfung zu erlangen, stellt keiner (mehr) infrage — auch nicht im Verbandsgemeinderat Zell.

Zell. (pie) Seit Februar 2010 wird das Zeller Land über eine GmbH vermarktet, zu 70 Prozent über die Verbandsgemeinde finanziert, zu 30 Prozent über die Stadt. Im Jahr 2011 wird die GmbH fast 400 000 Euro kosten. Einstimmig hat der Verbandsgemeinderat Zell den entsprechenden Wirtschaftsplan verabschiedet. Geschäftsführer Michael von Aschwege (45) erklärte kurz, was in den ersten Monaten passiert ist.

"Wir haben viel gemacht, was man nach außen nicht sieht", sagte der Touristiker, der zuvor Geschäftsführer der Pfalz-Touristik in Neustadt/Weinstraße war und die städtische Tourismus-Agentur in Marburg leitete. Die komplette EDV ist erneuert worden, 2011 wird das Buchungssystem TKN durch ein neues Verfahren ersetzt. "Die Technik muss stimmen, damit man vernünftig arbeiten kann", sagt von Aschwege.

Neu wird auch bald "eine der schönsten Traumschleifen" auf dem Strimmiger Berg im Hunsrück sein. Von Aschwege schwärmt: "Das wird ein Schmuckstück - und ist etwas für anspruchsvolle Wanderer." Die Traumschleife wird an den Saar-Hunsrück-Steig anknüpfen und hat Chancen für die beste Zertifizierung.

In St. Aldegund entsteht ein neuer Kulturweg, der an den Moselsteig angegliedert werden soll. "Wie genau, wissen wir noch nicht", sagt von Aschwege, die exakte Route steht noch nicht fest. Großes Thema wird auf jeden Fall das Wandern beziehungsweise Radwandern bleiben. Weil ältere Urlauber zunehmend mit dem Elektrorad unterwegs sind, denken Touristiker jetzt über Aufladestationen nach.

Von Aschwege bezog auch Stellung zu den geplanten Ferienparks in Zell und Grenderich: "Für uns sind diese Parks wichtig", sagte er, "sie bringen Gäste und Geld in die Region. Aus unserer eigenen Struktur heraus können wir das Zeller Land nicht so weit nach vorne bringen."

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