6129 Mitglieder freuen sich auf Dividende
Morbach · Die VR-Bank Hunsrück-Mosel fühlt sich vor allem den Landwirten, Winzern, Dienstleistern und Handwerkern verpflichtet. Die setzen Vertrauen in das Geldinstitut. Die Einlagen stiegen 2013 genauso wie das Kreditgeschäft.
Morbach. Der Hauptsitz ist in Morbach, viele Mitglieder leben und arbeiten an der Mosel. Die VR-Bank Hunsrück-Mosel eG fährt seit der Fusion von drei Raiffeisenbanken (Morbach, Zeltingen, Neumagen) und einer Volksbank (Traben-Trarbach) im Jahr 2001 offenbar gut damit.
Die Höhe der Kundeneinlagen ist gegenüber 2012 um vier Millionen Euro gestiegen (siehe Infobox). Das gesamte Volumen, das neben den Einlagen unter anderem Depot-Vermögen, Bausparverträge und Lebensversicherungen beinhaltet, wuchs auf 411 Millionen Euro das Kreditgeschäft um zwei Millionen Euro.
Eigenkapital gewachsen
Die Bilanzsumme verringert sich um eine Million Euro. Das, so die Vorstandsmitglieder Markus Bäumler und Klaus Born, liege daran, dass 2013 ein vor Jahren wegen der günstigen Zinsen selbst aufgenommener Kredit von 6,5 Millionen Euro zurückgezahlt worden sei. Dieser Kredit sei in den Bilanzen der Vorjahre immer enthalten gewesen.
Bestes Argument für die Stärke der Genossenschaftsbank, die Ende 2013 von 6129 Mitgliedern getragen wurde: Das Eigenkapital wuchs um eine Million Euro. Zum Vergleich: 2010 lag es bei 20,3 Millionen Euro. Die Aufstockung des Eigenkapitals sei wichtig, sagen die Vorständler. Damit würden die Forderungen der Bankenaufsicht erfüllt.
Der Jahresgewinn steht noch nicht fest, doch dürfen sich die Mitglieder voraussichtlich über eine Dividende von sechs Prozent auf ihre Geschäftsanteile freuen. Angesichts des allgemein sehr niedrigen Zinssatzes sei das schon etwas Besonderes, erläutert Klaus Born.
Die VR-Bank sei weiterhin das Geldinstitut für Landwirte, Winzer, Handwerker und Dienstleister. Dass sie weiter investieren, sei ein positives Zeichen. Die konjunkturelle Entwicklung sei gut. Zwar sinke die Zahl der Betriebe, deren Bedarf, der sich auch in Krediten niederschlage, steige aber.
Der demografischen Entwicklung kann sich auch die VR-Bank nicht verschließen. Der Bevölkerungsrückgang sei in Teilen der Einheitsgemeinde Morbach zu spüren, in Morbach selbst und in einigen Orten an der Mosel dagegen noch nicht. Wohnungseigentum sei weiter gefragt. 2013 vermittelte die Bank 42 Häuser (Volumen 3,89 Millionen Euro) an neue Besitzer, fünf mehr als 2012.
Stolz ist der Vorstand darauf, dass die Teilzeitquote der 84 Mitarbeiter bei mehr als 30 Prozent liegt. "Wir sind sehr familienfreundlich", sagt Markus Bäumler. Die Bank hat auch ein Herz für die Jugend. 2012 förderte sie mit einer Aktion die Musikvereine in ihrem Beritt, 2013 werden es die Chöre sein.