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75. Ausgabe der Zeitschrift Hott: „Hunsrücker Geschichte und Gegenwart“

Heimat : Jubiläum: Die 75. Ausgabe der Hott ist erschienen

Seit 1983 widmet sich die Zeitschrift der „Hunsrücker Geschichte und Gegenwart“. Nun ist die 75. Ausgabe  erschienen.

Als das erste Heft im März 1983 herauskam, hätte keiner der Initiatoren von der Ortsgruppe Morbach des Hunsrückvereins gedacht, dass der „Zeitschrift zur Hunsrücker Geschichte und Gegenwart“ eine solch erfolgreiche Zukunft bevorstehen würde.

Vom ursprünglichen Redaktionsteam sind Michael Pinter (Morbach-Gutenthal) und Karl-Heinz Bernardy (Morbach) immer noch überaus aktiv an der Gestaltung beteiligt. Das Jubiläum wird im Herbst mit einer Veranstaltung gefeiert – wenn „Corona“ nicht dazwischenfunkt: Für den 11. Oktober ist eine Lesung mit Marita Spang im Holzmuseum in Weiperath geplant.

Die in Haag geborene Autorin wird aus ihrem Roman „Die Frauenburg“ lesen, ein Buch, das im aktuellen Literatur-Tipp von Elmar Ittenbach vorgestellt wird. Marita Spang (Windesheim) hat auch einen sehr persönlichen Beitrag für die neue Hott verfasst; sie beschreibt darin ihr Verhältnis zum Hunsrück und die Recherche zu dem genannten Roman um Kurfürst Balduin und Loretta von Sponheim-Starkenburg.

Von ihrer Beziehung zur Region erzählen auch zwei Autoren aus Thalfang: Als Fotograf, den besonders die Kleinigkeiten in der Natur interessieren,  präsentiert sich Horst Liese. Elmar Ittenbach erzählt von einem einmaligen Pfingsterlebnis, der Fahrt mit einem Heißluftballon von Thalfang über den Hochwald.

 Auch Pater Bernardo aus Morbach ist wieder gezielt in der Erbeskopf-Region  unterwegs gewesen; diesmal suchte er eine ganz seltene Blume aus Skandinavien, den Europäischen Siebenstern.

Vom Auerhahn, dem kurfürstlichen Jagdwild, hat Julian Gröber aus Gutenthal viel Wissenswertes zu berichten.  Einmalig ist die Geschichte von Adolf Brück aus Hoxel, der sich 1945 als 16-Jähriger mit einigen Freunden dem Einsatz im „Volkssturm“ entzog.

Theo Wagner berichtet von dieser abenteuerlichen und gefährlichen Fluchtaktion, die erst endete, als nach zwei Wochen amerikanische Soldaten Hoxel einnahmen.

Als interessante Persönlichkeit wird „Barfuß-Gärtner“ Heiner Berg im Interview vorgestellt, der sein Gewächshaus in Morbach auch für Kunst und Kultur öffnet.

In der ausführlichen Titelgeschichte geht es um Essen und Trinken. Unter der Überschrift „1000 Klöße für das Fest“ stellt Brunhilde Gorges (Hundheim) die Dorfgemeinschaft von Morbach-Wenigerath mit ihrem „Kloßfest“ vor, das seit 30 Jahren im September veranstaltet wird. Dafür werden 1000 gefüllte Klöße hergestellt.

Die neue Hott gibt es für drei Euro in den bekannten Morbacher, Thalfanger und Hermeskeiler Verkaufsstellen.