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800-jährigen Bestehen der Gemeinde Flußbach

800 Jahre Flußbach : Mit Böllern, Markt  und Schlepper-Korso

Erfahrung für die Feier zum 800-jährigen Bestehen haben die Flußbacher schon bei  777-Jahr-Feier gesammelt.

Intensiv am Arbeiten sind die Flußbacher an ihrer 800-Jahr-Feier, die vom 4. bis 6. September gefeiert wird. Mit der Organisation der Jubiläumsfeier ist es das Ziel des Ortsgemeinderates, die Dorfgemeinschaft, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das generationenübergreifende Miteinander zu stärken sowie die Tradition zu bewahren.

Hans-Peter Müllenbach, der bei der Organisation miteingebunden ist, erklärt: „Wir haben zwar Erfahrungen von unserer 777-Jahr-Feier 1997, aber es ist noch einiges zu tun.“ Dabei kann er sich auf die Einwohner des 450- Einwohner-Ortes verlassen. „Es sind etwa 40 Leute, die direkt eingebunden sind, und viele weitere Helfer werden dazu kommen. Dabei sind nicht nur Alteingesessene, sondern auch einige Neubürger.“

Zwölf  Projektteams gibt es in Flußbach, die sich um einen reibungslosen Ablauf kümmern, darunter sind  Teams, die sich um den Aufbau des Zelts kümmern, das auf dem Dorfplatz stehen wird, um die Bühne, die Stände, die Infrastruktur und die Toiletten. Dann geht es in anderen Teams um die Gestaltung einer Bildershow, die Flußbach im Wandel der Zeit darstellt. Eine Ausstellung historischer Geräte soll es geben, ein Kinderprogramm und natürlich Musik. „Wir legen sehr viel Wert darauf, regionale Musikgruppen bei uns auf der Bühne zu haben. Eine Stimmungsband hat uns schon zugesagt, der Sonntag wird mit Blasmusik von befreundeten Musikvereinen gestaltet, Jugendbands werden auftreten. Nach einer Show- und Musikgruppe halten wir noch Ausschau“, sagt  Müllenbach. Die Schlepperfreunde Flußbach sind in den Vorbereitungen sehr engagiert. Sie kümmern sich um ein Schleppertreffen am Festwochenende. „Da werden bestimmt sehr viele kommen, samt historischem Gerät“, sagt Müllenbach. Der Sportverein, der Förderverein der Feuerwehr, der Gesangverein, der Motorradclub und die Möhnen wirken bei der Feier ebenfalls mit. Es wird Schauübungen der Feuerwehr geben, altes Handwerk wird auf den Straßen rund um den Dorfplatz gezeigt. Verschiedene Flohmarktstände runden das Angebot ab.

Der Chronikausschuss hat mit der Festschrift aus dem Jahr 1997 schon eine solide Grundlage. Ortsbürgermeister Hans-Josef Drees sagt: „Die geschichtlichen Dinge sind in der Festschrift von damals sehr gut und fundiert beschrieben. Dem braucht man nichts mehr hinzuzufügen.“ Besonderes gab es in den vergangenen 23 Jahren. Der Fußballverein ist von Hans Sarpei, der als Spieler bei Schalke und Leverkusen war, unterstützt worden, und für jedes Kind, das geboren wurde, ist seit 2009 ein regionaltypischer Baum gepflanzt worden, samt Namensschild. 25 Bäume sind es bereits. In der Festschrift wurde der Ortsname, die Umgebung des Ortes, die Zeit vom Mittelalter bis zur Neuzeit, der Ursprung der Straßen- und Flurnamen, die Kirche, das Kriegerdenkmal und das Frauenstraflager beschrieben. Über die Einweihung der Volksschule 1878 hat Josef Halbig damals einen Artikel geschrieben. Nach seinen Beschreibungen ging es bei der Einweihung  „feucht-fröhlich zu“. Allerdings ist auch eine große Panne passiert: Der Dorfschullehrer war nicht eingeladen. Der letzte Unterricht fand dort 1971 statt. Heute wird es als „Bürgerhaus“ genutzt. Bei der 800-Jahr-Feier wird das Bürgerhaus miteingebunden. Eine Bilderausstellung und Dorfgeschichtliches werden dort zu sehen sein.